Hambacher Forst: Nach Tod des Journalisten fordern Aktivisten sofortigen Abbruch des Einsatzes

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Auf geht’s zum Flohmarkt: Christof Meiler und Ulrike Schwarz mit Tochter Fanny laden ab heute in den Buttlerhof ein. Dort gibt es manches Schnäppchen, e twa eine funktionstüchtige Birzel-Waage und einen Flachbildfernseher.

Pächterwechsel

Ausverkauf im Buttlerhof

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Der Dorfstadl im Buttlerhof in Traubing ist endgültig Vergangenheit. Das Wirte-Duo Meiler und Schwarz verlässt das Wirtshaus nächste Woche, ab Februar übernehmen die neuen Pächter. Ab heute Nachmittag wird das Inventar verkauft. Der Flohmarkt geht bis zum Sonntag.

Traubing – Die Gaststube des Buttlerhof in Traubing ist bereit für den Flohmarkt. Auf den Tischen sind jede Menge Gläser – für Schnaps, Bier, Wein, Sekt, Cocktails, Wasser –, Holzbretter, Servierplatten, kleine Tabletts aus Holz und Metall, große Tabletts, Kerzenleuchter, Vasen und mehrere Sekt- und Weinkühler stehen auf den Tischen. Dazu professionelle Gastronomie-Artikel, die dem Vorstand einer jeden Burschenschaft ein Leuchten in die Augen treiben müsste: ein tragbarer Kühlschrank nur für Flaschen, eine mobile Zapfanlage, eine Jägermeister-Maschine. „Da stellt man oben die Flaschen rein und unten hängt man die Jägermeister-Reagenzgläser ein“, beschreibt der scheidende Buttlerhof-Wirt Christof Meiler den Gebrauch. Ähnliches gibt es von Red Bull, 200 Ramazzotti-Gläser, unzählige Erdinger-Weißbiergläser, darunter einige bauchige aus der sogenannten Colani-Edition. „Die werden im Internet um 35 Euro den Sechserpack angeboten“, weiß Meiler. „Ungebraucht im Originalkarton.“

Bei Meiler und seiner Kollegin Ulrike Schwarz gibt es die Colanis für kleines Geld. „Die Rosenthal-Weingläser möchte ich nicht unter 2,50 Euro verkaufen, aber bei den anderen wird man sich sicher einig“, sagt Meiler. „Es ist ein Flohmarkt, da kann man handeln.“ Deko-Artikel wie ein Koch und eine Kuh aus Ton stehen ebenso zum Verkauf wie der Flachbildschirm an der Wand.

Am heutigen Freitag geht es um 14 Uhr los. Die Wirte wollen bis Sonntagnacht möglichst viel loswerden, stehen aber nicht unter Druck: „Was wir nicht verkaufen, geht in unser Lager“, sagt Meiler, der das TSV-Vereinsheim in Feldafing und einen Catering-Service betreibt.

Im Angebot sind auch ein Konvektomat zum Dampfgaren, ein Holdomat zum Garen bei Niedrigtemperaturen, Töpfe, Pfannen und Schöpflöffel. Der Geschirrschrank im Flur steht zum Verkauf, inklusive Cappuccino-Tassen, Teller und Auflaufformen.

Und dann sind da die Möbel: alte Schränke wie die Eck-Vitrine aus den 1930er Jahren, ein Eichenschrank von 1930, ein alter Schrank von 1910 und die dunkle Truhenbank von 1900. Sie waren als Möblierung für den Saal gedacht. Der Saal im ersten Stock war das Herzstück des unternehmerischen Konzepts, mit dem Meiler, Schwarz und anfangs auch Josef Hofrichter 2015 angetreten waren. Für Kabarett-, Musik- und Theaterveranstaltungen hatten sie ihn zum Dorfstadl umgebaut – bis die Brandschutzauflagen kamen. „Wir wussten nie, ob wir sie erfüllen können, und bekamen immer nur eine befristete Konzession“, sagt Meiler. „Deshalb sind in Traubing eigentlich nie richtig angekommen, auch wenn uns die Gemeinde stets unterstützt hat.“ Der Biergarten sei nur für 32 Plätze genehmigt und damit zu klein für eine Gaststätte. Zudem habe sich regelmäßig eine Nachbarin wegen des Lärms beschwert. „Wir wollten letztes Jahr im September mit einem neuen Team durchstartet. Dann forderte die Anwohnerin am letzten Schultag im Juli gegen halb neun abends bei 27 Grad, als bei uns eine Schulabschlussfeier im Saal war, dass die Fenster geschlossen werden sollen“, berichtet Meiler. Das habe ihn und Kollegin Schwarz – Hofrichter war schon früher ausgestiegen – so demoralisiert, dass sie den Buttlerhof abgeben wollten.

Das passiert nun. Vasileios Papatzelos und Aikaterini Charami sind die neuen Pächter (wir berichteten). Sie wollen das Lokal im Buttlerhof Anfang Februar eröffnen. Den Saal verwaltet auch weiterhin die Gemeinde Tutzing in Eigenregie.

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