Tutzinger Liste macht Druck beim 3. Aufzug

Tutzing - Die Tutzinger Liste macht Druck beim dritten Aufzug am Bahnhof. Die neue Gruppierung, die ein Gemeinderatsmandat errungen hat, hat die Dinge einfach selbst in die Hand genommen.

Dr. Wolfgang Behrens-Ramberg gibt sich entschlossen. „Ich will die Verwirklichung des dritten Aufzugs am Bahnhof“, sagt der Gemeinderat der Tutzinger Liste. Zusammen mit Gerd Bittl-Fröhlich, Beirat und Pressesprecher der Gruppe, hat er die Deutsche Bahn (DB) besucht - konkret den Leiter des Regionalbereichs Süd bei der DB Station & Service AG, Günther Pichler, und den Planungsverantwortlichen für Tutzing, Thomas Dettenbach. Ihnen haben sie mehr als 500 Unterschriften überreicht, die sie zu diesem Zweck gesammelt haben.

Nach dem Gespräch geben sich die beiden Tutzinger zuversichtlich, dass der dritte Aufzug bald gebaut werden könnte. Im Zuge des barrierefreien Ausbaus hatte die Bahn Aufzüge an der Ostseite sowie zum Mittelbahnsteig eingebaut, nicht jedoch an der Westseite. Für Fahrgäste mit viel Gepäck, ältere Menschen, Behinderte oder Eltern mit Kinderwägen gilt die Situation dort als unverändert schwierig. Bahn und Gemeinde sollten an einem Strang ziehen, mahnt Behrens-Ramberg. Im März dieses Jahres war auch bereits ein Gemeinderatsbeschluss pro Aufzug gefasst worden, im Gegensatz zu einem gegenlautenden Beschluss ein Jahr zuvor.

Seine Zuversicht sieht Behrens-Ramberg durch einen im Entwurf vorliegenden „Realisierungs- und Finanzierungsvertrag“ (RuFV) gestärkt. Er sei beidseits rechtlich geprüft und „nahezu unterschriftsreif“, der Gemeinderat müsse nur noch einen Beschluss fassen - und die Finanzierung müsse gesichert werden.

Wohl rund 350 000 Euro dürften die Kosten betragen. Aus dem normalen Programm für Bahnhofsausbauten ist nichts mehr zu holen. Doch aus einem anderen Förderprogramm hat das Innen- und Verkehrsministerium schon im April „mindestens 55 Prozent Finanzhilfe“ zugesichert. Zudem gibt es weitere denkbare Förderungen durch die Regierung von Oberbayern und nicht zuletzt eine zweckgebundene Spende über 100 000 Euro von einem Tutzinger Bürger. Der Gemeinde würden weniger als 100 000 Euro Eigenanteil sowie ein Wartungsvertrag von 12 000 Euro im Jahr bleiben, rechnet Behrens-Ramberg vor. Sie sollte seiner Meinung nach erklären, dass sie diese Kosten übernimmt und mit der Bahn verhandeln, damit der Aufzug sofort eingebaut werden könne.

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