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Sorgt für Unverständnis bei Bürgern: Der Aufsteller mit den Änderungen an den Bahnhofparkplätzen.

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Tutzinger Bahnhof-Parker zahlen ab Oktober: Bürger reagieren mit Unverständnis

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Ab Oktober kostet das Parken am Tutzinger Bahnhof 1,50 Euro am Tag und 22 Euro im Monat. Das kommt nicht bei allen gut an. Ein Bürger hat sich deshalb schriftlich an Gemeinde und Parkplatzbetreiber gewandt.

Tutzing – Kostenlos parken kann man am Tutzinger Bahnhof nur noch gut zwei Wochen: Ab Dienstag, 1. Oktober, müssen Zugfahrer Parktickets am Automaten ziehen. Die Stunde kostet dann 50 Cent, ein Tag 1,50 Euro, eine Woche 7,50 Euro und ein Monat 22 Euro. Die Gebühren gelten für insgesamt 312 Stellflächen, die sich auf beide Seiten der Gleise verteilen (Bahnhofstraße und Beringerweg). Die Parkplätze direkt am Bahnhofsgebäude bleiben kostenlos.

Die Bahn führt dort ihr Park-&-Ride-Modell ein. Betreiber wird die Firma Contipark sein. Mit einer Mail an kundenservice@contipark.de können Pendler einen Dauerparkvertrag beantragen. Die Mindestlaufzeit dafür sei drei Monate.

Das können Tutzinger seit Mittwoch am Bahnhof lesen. Auf den Aufstellern steht außerdem: „Wir freuen uns, Sie als Kunden begrüßen zu dürfen.“ Dass sich einige Parkplatznutzer so gar nicht über die Gebührenpflicht freuen, hat Andreas Reil beobachtet. „Viele reagieren mit großem Unverständnis“, sagt er.

Der Tutzinger, der selbst jeden Tag mit dem Zug zur Arbeit pendelt, hat sich mit einem Schreiben an Gemeinde und Betreiber Contipark gewandt. Er vermutet, dass die Parkgebühren gerade in Zeiten von Klimadebatten den öffentlichen Nahverkehr schwächen könnten. „Schade, dass Sie das Geld von denen nehmen, die, anstatt ihren Arbeitsweg mit dem Auto zurückzulegen, lieber die Bahn als umweltfreundliche Alternative nutzen“, schreibt Reil. Er verstehe zwar, dass die Instandhaltung von Parkplätzen Geld kostet, bemerkt aber: In diesem Fall handle es sich weder um einen Aus- noch um einen Neubau.

Mehrere negative Folgen befürchtet

Reil nennt zwei negative Folgen, die er durch die Einführung der Gebühren befürchtet: Viele Pendler, die bislang aus schlechter angebundenen Vororten wie Diemendorf, Monatshausen und Unterzeismering am Bahnhof auf die Bahn umgestiegen sind, würden nun gleich mit dem Auto nach München in die Arbeit fahren. Und: „Die umliegenden Straßen werden von Pendlern noch mehr als bisher als kostenlose Parkplätze genutzt.“

Auf diesen Punkt ging auch Bürgermeisterin Marlene Greinwald in der jüngsten Gemeinderatssitzung ein. Sie vermutet ebenfalls, dass Autofahrer, die sich das Geld sparen wollen, die Seitenstraßen rund um den Bahnhof zuparken werden. Deshalb werde es in den ersten Wochen intensive Kontrollen geben, kündigte Greinwald an. Und sie sprach gleich auch eine Empfehlung aus: Mit dem neuen Mini-Bus sei der Bahnhof bequem zu erreichen.

In Starnberg parken Zugfahrer übrigens günstiger: Am Bahnhof Nord kostet ein Tag auf dem Park-&-Ride-Parkplatz 50 Cent, am Bahnhof See einen Euro.

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