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Baugenossen gesucht - Infotreffen in Tutzing

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Von: Sandra Sedlmaier

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Hausbau
Symbolbild. © dpa / Jens Büttner

Eine Baugenossenschaft für Tutzing: Das wünschen sich vier Tutzinger und laden für Donnerstag, 24. Januar, Interessenten zu einem Infoabend ein.

Tutzing – Bezahlbarer Wohnraum: Dieses Thema wird immer dringender. Vier Tutzinger wollen nicht mehr länger nur darüber reden, sondern aktiv werden und eine lokale Baugenossenschaft gründen. Für Donnerstag, 24. Januar, laden sie zu einem Informationsabend um 19 Uhr im „Tutzinger Hof“ ein.

Die vier Männer – Professor Eberhard Möller, Dr. Mike Wolthausen, Bernd Pfitzner und Michael Ehgartner – haben sich nach einem Info-Abend der Grünen zum Thema Wohnen zusammengefunden. „Wir wollen was tun, nicht nur reden“, sagt Ehgartner. Ein Grundstück für ihre Pläne gibt es nicht. „Aber wir glauben, je mehr Menschen wir vertreten, desto größer wird unser Einfluss“, sagt er. „Wir wissen, es gibt geeignete Grundstücke – auch in Tutzing.“

Die Initiatoren treiben die selben Fragen um wie viele Tutzinger. „Werde ich mir meine Wohnung in zehn Jahren noch leisten können? Können meine Kinder auch in Tutzing leben? Was mache ich, wenn mein Vermieter Eigenbedarf anmeldet?“ Eine gute und vor allem beständige Maßnahme gegen Miet- und Kaufpreissteigerungen sei die Schaffung von genossenschaftlichem Wohnraum, so die Initiatoren, die allesamt in der Immobilienbranche tätig sind. Ehgartner als Gutachter, Möller und Wolthausen als Bauingenieure und Pfitzner als Experte für Finanzierung. Pfitzner ist zudem Gemeinderat für die Grünen in Tutzing. Auf deren Antrag hin geht es heute Abend im Gremium (Beginn: 18.30 Uhr im Rathaus) um die Gründung einer kommunalen Wohnungsgesellschaft.

„In der Genossenschaft sind die Mieter als Gemeinschaft gleichzeitig Eigentümer der Immobilie“, erklärt Ehgartner. „Es gibt keine Gewinnmaximierung der Genossenschaft insgesamt, und auch der einzelne Genosse hat keine Möglichkeit, aus der Wertsteigerung der Immobilie Gewinne zu erzielen.“ Der wesentliche Profit des Genossen ist der Wohnraum, den er dauerhaft nutzen kann. „Einmal erworben, wird das Preisniveau des Grundstücks für immer eingefroren und nur die Preissteigerungen bei der laufenden Instandhaltung werden an die Nutzer weitergegeben. Dies führt zu deutlich geringeren Mietsteigerungen als bei allen anderen Eigentumsformen im Wohnungsbau.“

Bei dem Abend wird ein Film über die Wagnis-Baugenossenschaft aus München gezeigt. Regisseurin und Genossin Uli Bez ist an dem Abend in Tutzing und steht für Fragen zur Verfügung. „Ich will die Idee voranbringen, weil ich es für sinnvoll halte“, sagt Ehgartner. „Das ist eher Idealismus als Eigennutz. Abgesehen vielleicht von dem Ziel, dass sich mein Sohn auch eine Wohnung in Tutzing leisten können soll, wenn er groß ist.“

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