Auch die Standorte zweier Wasserwachten bereiten Probleme. 

Bayrisches Rotes Kreuz

Dicke Probleme an fünf Standorten

Landkreis – Besorgt über fünf Standorte im Landkreis zeigt sich das Bayerische Rote Kreuz. Der Kreisvorstand will sie sanieren, hofft dabei aber auf kommunale Hilfe bei den Grundstücken.

Wenn Not am Mann ist, sind sie fast immer an Ort und Stelle: Die ehrenamtlichen Helfer der Wasserwacht und der Bereitschaft, zweier Gemeinschaften des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Aber sie bereiten den Verantwortlichen zurzeit Sorgen – wegen dicker Probleme an den Gebäuden. An fünf Standorten im Landkreis gelten die Schwierigkeiten als besonders gravierend: Gilching, Herrsching, Seefeld, Tutzing und Wörthsee. Gespräche mit den verantwortlichen Kommunalpolitikern und dem Landkreis hätten nicht den erhofften „Input“ gebracht, sagt der BRK-Kreisvorsitzende Michael Kuffer. 

Verkauf eines Areals an der Josef-Fischhaber-Straße?

Deshalb hat der Kreisvorstand jetzt einen weitreichenden Beschluss gefasst. Er will selbst für die notwendige Sanierung der Standorte sorgen – unter einer Voraussetzung: Von den jeweiligen Gemeinden erwartet er Unterstützung bei den Grundstücken. „Zumindest ohne Bereitstellung von Flächen geht es nicht“, sagt Kuffer. Dem Kreisgeschäftsführer Jan Lang ist die Aufgabe übertragen worden, ein Finanzierungskonzept zu erarbeiten. In den Kommunen wird generell Bereitschaft zur Unterstützung gezeigt. 

Dennoch scheint noch Vieles offen zu sein. Und immer wieder wird mehr Hilfe durch den Landkreis gefordert. Rund 2,2 Millionen Euro wird die Instandsetzung der fünf Standorte nach den bisherigen Kalkulationen kosten. Von diesem Plan habe man „die höhere Verbandsstufe erst einmal überzeugen müssen“, sagt der stellvertretende Kreisvorsitzende Karlheinz Anding. Das BRK ist eine Körperschaft. Schulden des Starnberger Kreisverbands sind deshalb Schulden der Körperschaft. Über umfangreiche finanzielle Reserven verfüge der Kreisverband nicht, erklären die Verantwortlichen. „Wir müssen jeden Cent zusammenkratzen“, sagt Lang. Diskutiert wird über die Nutzung von zwei Grundstücken. So steht der Verkauf eines Areals an der Josef-Fischhaber-Straße in Starnberg zur Debatte, das das BRK vor Jahren geerbt hat. 

„Wir sind so gut aufgestellt, weil wir so dezentral sind“

Weil dies zweckgebunden war, sollen nun zunächst mit einem Rechtsgutachten die Möglichkeiten einer Umwidmung geklärt werden. Für die Standorte selbst ist ein zweistufiges Verfahren geplant: erst Sofortmaßnahmen, damit sie noch ein wenig durchhalten, dann Lösungen mit dauerhafter Perspektive. An den über den Landkreis verteilten Standorten will das BRK festhalten. „Wir sind so gut aufgestellt, weil wir so dezentral sind“, sagt Lang. Würde dieses Prinzip aufgegeben, dann würden viele ihre Mitarbeit aufgeben, fürchtet er. Über die konkrete Situation an den einzelnen BRK-Standorten sowie über die Stellungnahmen der kommunalpolitisch Verantwortlichen berichten wir in den nächsten Tagen ausführlich. Bereits heute finden Sie eine Vorstellung des BRK-Standorts in Tutzing, seine Chancen und seine Probleme auf. 

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