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Dr. Marianne Koch

So bleiben Sie länger jung – fünf Tipps von Marianne Koch

Tutzing - Wie bleibt man jung, auch wenn man älter wird? Die Tutzinger Ärztin Dr. Marianne Koch hat eine Flut von Empfehlungen hat parat. In ihrem Wohnort gab sie kürzlich Einblicke. Hier eine Auswahl:

Tutzing - Wie bleibt man jung, auch wenn man älter wird? Die Tutzinger Ärztin Dr. Marianne Koch hat eine Flut von Empfehlungen hat parat. In ihrem Wohnort gab sie kürzlich Einblicke. Hier eine Auswahl:

Fünf mal Obst und Gemüse: Ausreichend natürliche Vitamine sollte man zu sich nehmen, empfiehlt Marianne Koch – am besten fünf Portionen frisches Obst und Gemüse täglich. Weniger gut seien Industrieprodukte: „Erdbeerjoghurt zum Beispiel enthält natürlich keine Erdbeeren.“ So genannte praktische Gerichte enthielten fast immer zuviel Chemie, Fett und Zucker. Ähnlich sei es bei Softdrinks, Cola, Pommes und Chips. Eher vermeiden sollte man auch zu viele tierische Fette wie Wurst, Ei und Käse. Dafür lieber Fisch, am besten aus dem Meer.

Nicht zuviel Druck: Die Arterien entscheiden über Jugendlichkeit, sagt Marianne Koch. Als tödliche Feinde bezeichnet sie hohen Blutdruck, hohes Cholesterin, Rauchen, Bewegungsmangel und Dauerstress. Die Blutdruckwerte sollten 135 zu 75 oder höchstens 140 zu 80 betragen – „egal, wie alt man ist“. Das Herz ist für sie „ein unbegreifliches Wunderwerk“. Das gelte es zu schützen, damit es kraftvoll bleibe.

Calcium macht stabil: Die Knochen stärken sollte man in jeder Lebensphase, rät Marianne Koch. Calciumreiche Ernährung fördere feste Knochen: „Milchprodukte, viel frisches Gemüse, Mineralwasser mit hohem Calcium-Gehalt, wenig Zucker, wenig Softdrinks, nicht zuviel Kaffee und Alkohol.“ Wichtig auch: den Muskelapparat kräftigen mit spazierengehen, regelmäßigem aufstehen, dehnen, strecken und Arme recken. „Die Muskeln schmelzen dahin, wenn man sie nicht benützt.“ Reduzierung der Muskelmasse sei ein wesentlicher Grund fürs Altern.

Lieber aufrecht: Jung zu sein bedeute, beweglich zu sein, sagt Marianne Koch. Das gelte für den Körper und erst recht für den Geist: „Die Art der Bewegung verrät viel über das Alter.“ Auch in Augen und Blicken erkennt sie Hinweise – und in der Bereitschaft der Leute zur Kommunikation. „Trauen Sie sich etwas zu“, rät sie älteren Menschen. „Machen Sie Pläne, suchen Sie sich Ihren Platz in der Gesellschaft – die Gesellschaft braucht Sie.“

Gedichte lernen: Neugierig sein, Spaß daran haben, sich mit den Enkeln auseinanderzusetzen – das hält jung. „Das Gehirn braucht neue Aufgaben“, sagt Koch. Man könne es durch geistige Aktivität und körperliches Training anregen. Wenn die geistigen Kräfte nachlassen, beruhe dies in erster Linie auf Mangel an Training. Tagebuch schreiben sei ebenso sinnvoll wie Kopfrechnen oder Gedichte auswendig lernen: „Bei jeder neuen Information verändert sich das Gehirn.“  nz

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