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Bei dem Einsatz am vergangenen Sonntag war ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten im Einsatz. Ein Retter wurde dabei verletzt. Die Bewohner des Hauses kamen mit dem Schrecken davon, können ihre Wohnungen bis auf weiteres jedoch nicht bewohnen.

Grossbrand

Brandopfer von Tutzing: Benötigt wird alles

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  • Sebastian Tauchnitz
    Sebastian Tauchnitz
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Nach dem Feuer vom vergangenen Sonntag versuchen Ehrenamtliche fieberhaft, den Familien zu helfen, die ihr Zuhause verloren haben. Der Gutachter schätzt den Schaden mittlerweile auf 250.000 Euro.

Tutzing – Die Hilfsbereitschaft nimmt nicht ab: Viele Menschen wollen den Bewohnern des Brandhauses am Behringerweg in Tutzing, die am Sonntag alles verloren haben (wir berichteten), helfen. Am gestrigen Freitag ist zu diesem Zweck von 17 bis 18 Uhr das eigentlich geschlossene „Kleiderbad“ in der Greinwaldstraße geöffnet worden. Dort konnten Spenden abgegeben werden.

Gleichzeitig laufen die Bemühungen um Unterkünfte für die obdachlos gewordenen Menschen weiter auf Hochtouren. Ein Haus in der Kustermannstraße, das wie berichtet für mehrere von ihnen genutzt werden kann, reicht nicht aus. Es werden noch mehr Wohnungen benötigt. Zudem steht ein Haus in Traubing, das demnächst abgerissen werden soll, nun doch nicht zur Verfügung. Alle Hebel werden jetzt in Bewegung gesetzt, um andere Lösungen zu finden. Auch Häuser der Pfarrgemeinden in Tutzing und den Nachbarorten sind im Gespräch. Besonders engagiert sich dabei nach Angaben von Mitorganisatorin Angelika Pfaffendorf auch die Familie Feldhütter, der das Haus am Beringerweg gehört.

Benötigt wird so ziemlich alles für die Wohnungseinrichtung: Betten, Bettwäsche und Kopfkissen, Wolldecken, Tische, Stühle und kleine Schränke, Plattenkocher, Kühlschränke, Heizgeräte, Bügeleisen, Wasserkocher, Geschirr und Besteck. Denn die obdachlos gewordenen 25 Menschen können seit dem Brand am vergangenen Sonntag nicht mehr in ihre Wohnungen. Das Kleiderbad dient nur als Zwischenlager. Bis zum Montag hoffen die Helfer in Kontakt mit den jeweiligen Vermietern mehr Informationen darüber zu haben, wo die betroffenen Menschen unterkommen können. Dann werden voraussichtlich schnell Helfer und Fahrmöglichkeiten für den Transport benötigt werden. Wer ein – möglichst größeres – Auto zur Verfügung stellen kann und Zeit hat, zu helfen, wird gebeten, mitzuteilen, wann genau er zur Verfügung stehen kann. Am besten geht das per E-Mail an Gerold Jilg unter jilgratte@t-online.de oder telefonisch bei Angelika Pfaffendorf unter z (01 51) 17 23 66 03.

Die Gemeinde Tutzing kann nach Angaben von Geschäftsleiter Marcus Grätz keine Sachspenden für die Brandopfer entgegennehmen: „Viele Leute versuchen, bei der Gemeindeverwaltung Tutzing alle möglichen Gegenstände anzuliefern. Das Rathaus kann leider diese Dinge nicht annehmen. Es wird gebeten, direkt mit den Betroffenen Kontakt aufzunehmen.“

Das Haus am Beringerweg ist unterdessen am Donnerstagabend von der Polizei freigegeben worden, die Brandfahnder haben ihre Arbeit abgeschlossen. Es bleibt dabei: „Ursache war ein technischer Defekt im Bereich der Stromleitungen“, sagte Jürgen Weigert vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord. Ein Versicherungsgutachter habe den Schaden auf etwa 250 000 Euro taxiert.  Mitarbeit: Lorenz Goslich

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