Die Feuerwehr Tutzing hat gewählt (v.l.): Tutzings stellvertretender Kommandant Michael Lanio, Vereinsvorsitzender Boris Wolff, der bisherige Kommandant Markus Kuisl, Kreisbrandrat Peter Bauch, der neue Kommandant Christoph Knobloch, Dritter Bürgermeister Dr. Franz Matheis, Bürgermeisterin Marlene Greinwald und stellvertretender Kommandant Dominik Sperk.
+
Die Feuerwehr Tutzing hat gewählt (v.l.): Tutzings stellvertretender Kommandant Michael Lanio, Vereinsvorsitzender Boris Wolff, der bisherige Kommandant Markus Kuisl, Kreisbrandrat Peter Bauch, der neue Kommandant Christoph Knobloch, Dritter Bürgermeister Dr. Franz Matheis, Bürgermeisterin Marlene Greinwald und stellvertretender Kommandant Dominik Sperk.

Im Rahmen einer Präsenzveranstaltung gewählt

Neuer Feuerwehrkommandant in Tutzing: Christoph Knobloch folgt auf Markus Kuisl

Das hat es lange nicht gegeben: Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wurde ein Feuerwehrkommandant wieder im Rahmen einer Präsenzveranstaltung gewählt. Christoph Knobloch ist in Tutzing Nachfolger von Markus Kuisl.

Tutzing – Eine Mischung aus Wahllokal, Bühne und Studio war die Tenne im Obergeschoss des Tutzinger Rathauses am Freitagabend. Mit einem ausgefeilten Konzept hatten Mitarbeiter der Gemeinde und der Freiwilligen Feuerwehr etwas zurzeit durchaus Außergewöhnliches ermöglicht: Erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie fand die Wahl der Kommandanten bei einer der 44 Feuerwehren im Landkreis Starnberg mit einer Präsenzveranstaltung statt. Neuer Kommandant ist Christoph Knobloch.

Christoph Knobloch (28) war bisher als Jugendwart aktiv

Der 28 Jahre alte, bisherige Jugendwart, seit 2004 bei der Feuerwehr, ist Projektleiter beim Abwasserverband Starnberger See und zurzeit auch zuständig für die Kanalbauarbeiten in der Tutzinger Schlossstraße. Bei der Feuerwehr folgt er auf Markus Kuisl (60). Der Vater zweier erwachsener Kinder, beide bei der Feuerwehr aktiv, hatte das Amt 24 Jahre lang inne, so lang wie keiner seiner Vorgänger seit Gründung der Tutzinger Feuerwehr am 19. März 1871.

Zum stellvertretenden Kommandanten wiedergewählt wurde Michael Lanio (54). Der Inhaber einer Tutzinger Autowerkstatt ist seit zwölf Jahren in dieser Funktion. Er hat zwei erwachsene Töchter, von denen eine bei der Feuerwehr aktiv ist. Zum ersten Mal gibt es in Tutzing mit Dominik Sperk (34) noch einen weiteren stellvertretenden Kommandanten. Er ist seit 23 Jahren bei der Feuerwehr, leidenschaftlicher Bergsportler und beruflich Techniker in der Produktion bei Verla Pharm.

Kreisbrandrat Peter Bauch schwärmt von „Superkonzept“

Tutzings dritter Bürgermeister Dr. Franz Matheis, der auch Traubinger Feuerwehr-Kommandant und Kreisjugendfeuerwehrwart ist, konnte in kleinem Kreis auf der Tenne deutliche Ergebnisse bekannt geben. Für Knobloch gab es 56, für seine beiden Stellvertreter je 57 Ja-Stimmen. „Das Wahlergebnis zeigt, dass ihr von eurer Führungsriege überzeugt seid“, sagte Kreisbrandrat Peter Bauch, der sichtlich beeindruckt von der Organisation war und gegenüber dem Starnberger Merkur von einem „Superkonzept“ schwärmte.

Bürgermeisterin Marlene Greinwald sprach von einer „sehr eigenartigen Wahl in einer eigenartigen Zeit“. 59 von 103 Wahlberechtigten stimmten ab – unter den aktuellen Umständen eine gute Wahlbeteiligung, stellte Boris Wolff, der Vorsitzende des Feuerwehr-Vereins, fest. Die Ergebnisse und die Amtseinführung der neuen Kommandanten konnten Mitglieder und Interessierte „live“ an ihren Bildschirmen verfolgen. Andreas Binder, Kassier des Feuerwehr-Vereins, filmte alles und sorgte für perfekte Übertragung im Internet.

Markus Kuisl bleibt Gerätewart

Am Samstag war Markus Kuisl schon wieder im Feuerwehrhaus anzutreffen. Gerätewart ist er nach wie vor, ebenso Kreisbrandmeister – und das bereits seit 30 Jahren. Als solcher bleibt er weiter erster Ansprechpartner der Kreisbrandinspektion für Tutzing, Feldafing und Pöcking sowie zuständig für die Maschinisten-Ausbildung im Landkreis Starnberg. Kreisbrandrat Bauch freute sich sichtlich, dass Kuisl in dieser Funktion weiter mitarbeiten wird. Für seine langjährige Tätigkeit in Tutzing erhielt er viel Anerkennung auch von Marlene Greinwald, Vereinschef Wolff und dem neuen Kommandanten Knobloch.

Markus Kuisl, dessen Vater Alfons Kuisl von 1979 bis 1991 Tutzinger Kommandant war, hätte vor Jahren Kreisbrandinspektor werden sollen. Doch das wollte er nicht, verriet er im Gespräch mit unserer Zeitung. Er habe sich lieber auf die Position des Kommandanten konzentrieren wollen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare