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Thomas Parstorfer (l.) und Peter Lederer nehmen Bürgermeisterkandidat Florian Schotter in die Mitte.

CSU-Neujahrsempfang

Bürgermeisterkandidat Schotter punktet mit Bescheidenheit

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Wäre der Neujahrsempfang der Tutzinger CSU ein valides Stimmungsbarometer, der nächste Tutzinger Bürgermeister hieße Florian Schotter.

Traubing – Die rund 200 Besucher im Traubinger „Buttlerhof“ applaudierten dem 42-jährigen Polizeioberkommissar Florian Schotter begeistert zu. Zuvor hatten CSU-Ortschef Thomas Parstorfer, Landtagsabgeordnete Dr. Ute Eiling-Hütig und Bundestagsmitglied Michael Kießling den Gästen seine Wahl empfohlen. Ebenso der Stargast des Tages, Kultusstaatssekretär Georg Eisenreich. Innenminister Joachim Herrmann, der eigentlich angekündigt war, musste zu den Sondierungsgesprächen für die Große Koalition nach Berlin.

Schotter fehlt kommunalpolitische Erfahrung

Parstorfer stellte Schotter vor und trat gleich der Kritik entgegen, dass diesem die kommunalpolitische Erfahrung fehle: „Das stimmt natürlich.“ Doch er habe als Diplom-Verwaltungsfachwirt die Erfahrung, um ein Rathaus souverän zu leiten. Die fehle oft Gemeinderäten, die 20, 30 Jahre im Gemeinderat sitzen. „Wenn jemand Bürgermeister sein will und es auch kann, dann ist es unser Kandidat.“

Der Kandidat räumte gleich zu Beginn seiner kurzen Ansprache ein, dass er noch nie vor so vielen Leuten gesprochen habe. Diese Ehrlichkeit zusammen mit seinem ruhigen Wesen wirkten bescheiden und bodenständig. Schotter bedauerte, dass Herrmann nicht da sei. Nichts gegen Eisenreich, aber: „Es wäre mir eine Ehre gewesen, ihn als meinen Chef begrüßen zu dürfen und neben ihm zu sitzen.“ Er dankte der CSU, die mit ihm einen politisch Unbekannten aufgestellt habe, für die Unterstützung während des doch sehr fordernden Wahlkampfs. 

Schotter: „Möchte Tutzing nach vorne bringen“

Dass er als Bürgermeister eine gute Wahl sei, zeige sich allein anhand der Eigenschaften, die in seinem aktuellen Beruf als Polizist gefragt seien: „Führungs-, fach- und sozialkompetent, zielstrebig, kommunikations-, motivations- und begeisterungsfähig, ausdauernd und belastbar.“ Er wolle als Bürgermeister zudem Dienstleister für die Bürger sein. „Ich möchte Tutzing mit frischem Wind nach vorne bringen, ein ,Weiter so‘ reicht nicht aus.“ Seinen Schwerpunkt wolle er auf die Förderung der Wirtschaft und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum legen.

Eiling-Hütig und Kießling berichteten aus der CSU, die gerade den Führungsstreit zwischen Ministerpräsident und Parteichef Horst Seehofer und dem designierten Ministerpräsidenten Markus Söder hinter sich gebracht hat. Beide waren der Meinung, dass die Partei damit die Weichen gestellt habe für eine erfolgreiche Zukunft. „Söder ist nicht nur ein Mann der Worte, sondern der Taten“, sagte Eiling-Hütig. 

Kießling konnte sich einige Seitenhiebe gegen den künftigen Berliner Koalitionspartner SPD nicht verkneifen. Umso wichtiger, dass Seehofer, Herrmann und Alexander Dobrindt in Berlin verhandelten. Sie hätten schon bei den Jamaika-Verhandlungen gute Ergebnisse gezeigt. „Die Politik muss ihre Lehren ziehen und sagen: Ja, wir haben verstanden“, ergänzte Eisenreich. Er hoffe auf eine große Koalition.

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