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Der Platz an der Stirnseite im Sitzungssaal des Tutzinger Rathauses wird am 14.Januar neu besetzt. Bei der CSU streben gleich zwei Interessenten die Kandidatur an.

Bürgermeisterwahl

Zwei wollen Bürgermeister werden

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Die Tutzinger CSU hat am Freitagabend vorgestellt, welche beiden Bewerber um die Kandidatur für das Bürgermeisteramt sich am 23. Oktober den Mitgliedern stellen wollen. 

Tutzing – Lange blieb die Debatte über den CSU-Kandidaten für die Bürgermeisterwahl in Tutzing am 14. Januar intern, dann wagte sich Claus Piesch aus der Deckung. Er bestätigte in dieser Woche dem Starnberger Merkur, dass er anstrebt, für die CSU anzutreten.

Der zweite Kandidat hielt sich indes noch bedeckt. Zumindest bis Freitagabend. CSU-Ortsvorsitzender Thomas Parstorfer bat zur Pressekonferenz und enthüllte den zweiten Interessenten für die CSU-Kandidatur. Florian Schotter, der aus beruflichen Gründen bei seiner Vorstellung selbst nicht anwesend sein konnte, sei ebenfalls bereit, für die CSU als Bürgermeisterkandidat anzutreten, so Parstorfer.

Florian Schotter ist Oberkommissar bei der Polizei in München.

„Das ist ein glücklicher Zufall, dass wir gleich zwei Bewerber haben, die beide hervorragend geeignet sind“, sagte Parstorfer und stellte Schotter vor. Der 42-Jährige arbeite als Oberkommissar bei der Polizei in München und sei studierter Diplom-Verwaltungsfachwirt. „Schotter ist, obgleich erst seit Kurzem in der CSU, doch politisch hochinteressiert und kennt alle entscheidenden Leute in Tutzing“, warb Parstorfer. Der Bewerber sei aktiv in der Freiwilligen Feuerwehr in Tutzing und Mitglied der Tutzinger Gilde.

Dass es letztendlich zwei Beamte sind, die sich für die CSU-Kandidatur interessieren, sei nicht verwunderlich, so Parstorfer weiter. Sowohl Schotter als auch Bundeswehr-Hauptmann Piesch „würden im Falle eines Wahlsiegs von ihrem Arbeitgeber freigestellt, hätten also theoretisch später die Möglichkeit, noch einmal in ihren Beruf zurückzukehren“.

Parstorfer räumte ein, dass auch er selbst überlegt habe, sich um das Amt zu bemühen, genauso wie Dr. Ernst Lindl und Stefanie von Winning. Doch sie alle hätten nicht so ohne Weiteres ihre heutigen Berufe aufgeben können und sich deswegen gegen eine Kandidatur entschieden.

Claus Piesch ist Hauptmann bei der Bundeswehr in Feldafing.

Das letzte Wort darüber, wer von den beiden Bewerbern in den Wahlkampf um das Bürgermeisteramt gehen wird, haben die 141 Mitglieder des CSU-Ortsvereins. Sie kommen am Montag, 23. Oktober, ab 19.30 Uhr in der Kegelbahn des „Tutzinger Hofs“ zusammen. „Dann wird es durchaus darum gehen, wie sich die beiden Bewerber vorstellen“, so Parstorfer. Das nötige Rüstzeug würden beide mitbringen. „Wer auch immer am 23. die Mehrheit der Mitglieder hinter sich bringt, den werden wir nach Kräften im Wahlkampf unterstützen“, bekräftigten der CSU-Ortsvorsitzende und sein Stellvertreter Markus Scholz.

Rein inhaltlich wollten sich beide gestern noch nicht auf mögliche Schwerpunkte im Wahlkampf festlegen. Das sei auch gar nicht nötig, „schließlich ist die Bürgermeisterwahl vor allem eine Personenwahl. Und die Aufgaben, die in Tutzing in den nächsten Jahren anstehen, sind auch bekannt“, so Parstorfer. Daher plane man nach derzeitigem Stand eine Tour durch die Ortsteile, bei der sich der Kandidat vorstellen soll.

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