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Liebevoll gestaltet sind die „Pizza-Towers“. Einer von ihnen steht im Bleicherpark am Seeufer. 

Idee von Gymnasiasten

Damit die Schachteln nicht liegen bleiben: Spezielle Pizzabehälter in Tutzing

Mehr und mehr fallen sie in Tutzing auf: Blau angestrichene Behälter stehen an einigen Stellen des Ortes, so am Bleicherpark, am Thomaplatz und neben der Gäste-Information im Vetterlhaus. „Nur Pizzakartons“ steht drauf. Dahinter steckt eine Aktion von Schülern des Tutzinger Gymnasiums.

Tutzing „Pizza-Tower“ nennen die Gymansiasten die Kästen, die sie eigens groß genug gestaltet haben, dass in ihnen die meist nicht ganz kleinen Schachteln Platz finden.

Anlass dazu war Ärger über den Müll durch solche und andere Speiseverpackungen. Bei der „Ramadama“-Aktion, an der sich viele Bürger beteiligen, fiel heuer unter anderem eine besondere Häufung von Pizzakartons auf. Und Gymnasiasten erkannten eine erhebliche Mitverantwortung bei sich selbst. In der Schülermitverwaltung und gemeinsam mit Betreuungslehrern wurde die Idee mit den Pizzatürmen geboren – und sie zog schnell über die Schule hinaus Kreise.

Vereinsvorsitzende sind begeistert von den Pizzatürmen

Als die Materialkosten zur Debatte standen, sagten Eltern Unterstützung zu. Begeistert von der Aktion zeigten sich auch die Vorsitzenden des Fördervereins für Tourismus, Kristina Danschacher, des Verschönerungsvereins, Anita Piesch, und des Fördervereins im Gymnasium, Claus Piesch. „Wir haben zugesagt, dass jeder Verein einen der Pizza-Tower übernimmt“, berichtet Piesch. Fleißig arbeiteten die Schüler an den Behältern, die sie inzwischen aufgestellt haben.

Angetan von der Initiative zeigen sich auch Gastronomen, die Pizza im Angebot haben. „Eine sehr gute Idee“, sagt Bedri „Gennaro“ Müller, der das Restaurant „Mille Lire“ an der Marienstraße und das Golfclub-Restaurant „Morattina“ in Deixlfurt betreibt. Ähnlich positiv sieht Robert Knezovic, der Chef des Lokals „Film-Taverne“, die Aktion, wenn er auch nicht so recht verstehen kann, dass so viele Leute ihre leer gegessenen Pizza-Kartons einfach irgendwo liegenlassen. Schließlich könne man sie auch zerkleinern und in einen normalen Abfallbehälter werfen.

Ob und wie die Pizza-Tower wirklich genutzt werden, darüber gibt es noch Diskussionen. Trotz der eindeutigen Aufschrift „Nur Pizzakartons“ landet auch anderer Abfall in den Kästen. Pizzaschachteln seien dagegen bisher selten in den Behältern zu entdecken, sagen manche Tutzinger. Piesch rät zu Geduld: Im Winter seien nicht so viele Menschen im Freien mit Pizzas unterwegs, man solle doch die warme Jahreszeit abwarten.

Lorenz Goslich

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