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Die Dachsanierung der Tutzinger Dreifachturnhalle verzögert sich weiterhin.

TSV Tutzing

Gemeinde verdoppelt Hallenmiete

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Der TSV Tutzing muss mit einer drastischen Erhöhung der Nutzungsgebühren für die Dreifachhalle leben. Die Gemeinde hat die Miete teilweise verdoppelt. Das berichtete die 2. Vorsitzende Karin Goslich am Freitag auf der Delegiertenversammlung.

Tutzing– Das Dauerthema Schadenersatz-Prozess wegen der Baumängel an der Würmseehalle beschäftigte am Freitagabend erneut die Delegierten bei der Jahresversammlung des TSV Tutzing. Recht viel Neues konnte Karin Goslich, die 2. Vorsitzende des Vereins, den anwesenden Mitgliedern nicht berichten. „Der Prozess zieht sich, wie nicht anders zu erwarten war, in die Länge“, sagte Goslich, die den wegen eines Trauerfalls verhinderten 1. Vorsitzenden Uli Dillmann vertrat. Ein zweites, erweitertes Gutachten sei mittlerweile fertig, werde aber noch von den Parteien geprüft. „Und so zieht sich das Verfahren in die Länge“, sagte Karin Goslich. Die Dacherneuerung der 2011 eröffneten Dreifachhalle werde sich deswegen wieder verschieben. Die wegen des Hallenneubaus angefallenen Verbindlichkeiten des TSV gegenüber der Münchner Bank und dem Bayerischen Landessport-Verband belaufen sich derzeit auf 223 857 Euro.

Ein weiteres Ärgernis, das mit der neuen Dreifachhalle zusammenhängt: Die Gemeinde hat die Nutzungsgebühren für dieses Jahr „drastisch erhöht“, wie Goslich berichtete. Für Übungsstunden für Kinder und Jugendliche verlangt die Gemeinde gar doppelt so viel – 5 Euro statt der bisherigen 2,50 Euro pro Hallenbelegungsstunde. Hatte der TSV bislang 6000 Euro pro Jahr für Hallennutzung ausgegeben, muss er künftig gut 10 000 Euro blechen. „Da müssen wir noch etwas verhandeln“, meint Karin Goslich.

Auch deshalb wird der Verein im nächsten Jahr nicht umhinkommen, die Beiträge anzuheben. „Es ist eine Erhöhung angedacht“, verriet die 2. Vorsitzende. Der rund 1800 Mitglieder starke TSV Tutzing hat im Vergleich zu den meisten ähnlich großen Vereinen ohnehin sehr moderate Preise. Bislang zahlen Erwachsene einen Jahresbeitrag von 110 Euro, Kinder, Jugendliche und in Ausbildung befindliche Erwachsene müssen nur 65 Euro berappen. Spartenbeiträge verlangen nur die Turnabteilung (20 Euro bzw. 7,50 Euro pro Jahr) und die Tischtennisspieler (24 Euro).

Erfreuliches hatte Karin Goslich den Delegierten aber auch zu vermelden. Die Mitgliederentwicklung ist äußerst positiv. Seit 2011 ist die Zahl der im TSV Tutzing Sporttreibenden um 355 auf 1822 angestiegen – rund die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche. Den größten Zulauf erfährt die Turnabteilung, die mit 1091 Mitgliedern die größte ist. Prozentual den größten Sprung machte die Tischtennisabteilung, die sich verdoppelt hat auf mittlerweile 91 Mitglieder. Zweitgrößte Sparte im TSV sind die Skifahrer (473) vor den Fußballern (371), den Leichtathleten (95) und den Volleyballern (55).

Auch Kassenwart Andreas Hollwich hatte positive Zahlen für die Delegierten parat. Insgesamt hat der TSV Tutzing das letzte Geschäftsjahr mit einem Überschuss von 7000 Euro abgeschlossen. „Das wird nächstes Jahr etwas anders aussehen“, prophezeit die 2. Vorsitzende Karin Goslich schon mal. Denn es steht das 125. Jubiläum an, das der TSV gebührend feiern will – und so ein Festprogramm kostet eben ein paar Euro. Genaue Pläne, wie das Jubiläum gestaltet wird, existieren noch nicht – ebenso gibt es noch keinen Termin. Alle Abteilungen sind deshalb aufgefordert, ihre Ideen einzubringen. Und sie können sich bereits Gedanken machen, wer Nachfolger von Uli Dillmann werden soll. Denn der 1. Vorsitzende hat bereits angekündigt, nach dann 13 Jahren Vorstandsarbeit nicht mehr zur Wahl anzutreten.

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