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Flüchtlinge und Helfer aus ganz Bayern marschierten bei der Demonstration in Tutzing Seite an Seite.

Demo gegen Asylpolitik

Harte Kritik an Abschiebelagern

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Demo gegen die bayerische Asylpolitik: 80 bis 100 Menschen protestierten am Freitagabend in Tutzing.

Tutzing – Drinnen in der Evangelischen Akademie in Tutzing spricht Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bei der Sommertagung des Politischen Clubs über „Ziel und Praxis bayerischer Integrationspolitik“. Draußen vor der Tür demonstrieren zwischen 80 und 100 Menschen aus ganz Bayern lautstark, aber friedlich gegen eben jene bayerische Integrationspolitik. Kein ganz normaler Freitagabend im beschaulichen Tutzing.

Ein Bündnis mehrerer Flüchtlingsorganisationen hatte kurzfristig zur Demo eingeladen, nachdem sich Herrmann in Tutzing angesagt hatte. Geeint wurden die Teilnehmer vor allem in ihrer strikten Ablehnung der Abschiebelager, die im Freistaat derzeit in Ingolstadt und Bamberg betrieben werden.

Abschiebelager, in denen Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsländern, aber auch aus der Ukraine untergebracht sind. Flüchtlinge, die keinen Anspruch auf Deutschkurse haben, die nicht arbeiten dürfe, „die keine Chance haben, sich zu integrieren“, wie Mia Pulkkinen, eine der Organisatorinnen, berichtete.

Auch ein paar Tutzinger haben sich in den Demonstrationszug eingereiht. Unter ihnen Manfred Polnau vom Helferkreis Tutzing. „70 Jahre lang war ich nicht demonstrieren. Und nun ist das hier schon meine zweite Demonstration in diesem Jahr“, sagt er. Gerade die Tutzinger, die immer wieder von Abschiebung bedrohten Flüchtlingen Kirchenasyl bieten, gehören zu den Kritikern bayerischer Integrationspolitik.

Gemeinsam marschierten die Demonstranten vom Bahnhof aus durch den Ort zur Akademie. Dort machten sie ihrem Unmut Luft, bis Akademiedirektor Udo Hahn nach draußen kam und sie zur Teilnahme aufforderte. Drei Demonstranten besuchten daraufhin die Tagung des Politischen Clubs, während sich die Übrigen auf den Nachhauseweg machten.

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Kommentare

ich
(0)(0)

In den von den Demonstranten so genannten "Abschiebelagern" werden ausschließlich Personen untergebracht, die Deutschland wieder verlassen müssen. Also Personen, die sogar nach deutschem Asylrecht (dem großzügigsten der Welt) keinen Anspruch auf Asyl hinkriegen, oder Personen die sich weigern, ihr Herkunftsland zu nennen und somit die Prüfung des Asylgrundes vereiteln.

Natürlich versuchen sie mit allen Mitteln, die unser Rechtssystem hergibt, ihre Ausreise zu verzögern. Das ist ihr Recht.

Aber teure Integrationsmaßnahmen und Deutschkurse auf Kosten der Steuerzahler für jemanden, der Deutschland wieder verlassen wird, das ist den Kostenträgern, also uns allen, nicht zu vermitteln. Natürlich steht es den Demonstranten frei, Deutschkurse für nicht bleibeberechtigte Personen abzuhalten.

Steffen
(0)(0)

Und dann? Erfolgt eine Anzeige wegen Haus- oder Landesfriedensbruch, ironisch bemerkt? Das Demonstrieren ist für Einheimisch verboten. Zugereiste sowieso.

DENKER
(2)(0)

Bleiberecht für alle ! Es wird Zeit dieser Forderung energisch entgegenzutreten