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Die Tutzinger Hauptstraße hält das, was ihr Name verspricht: Sie ist Hauptschlagader des Ortes. In der zweiten Jahreshälfte 2018 wird sie einige Bypässe brauchen, wenn die Fahrbahndecke saniert wird. 

Tutzinger Hauptstrasse

Details für Sanierung noch offen

Ab 2018 wird die Tutzinger Hauptstraße saniert. Wie die Details aussehen, ist noch offen. Gemeinde und Staatliches Bauamt sind aufgeschlossen für Ideen. Die Tutzinger können sich beim Bürgerforum einbringen.

Tutzing – Ja, die Tutzinger Hauptstraße wird ab 2018 in voraussichtlich drei Bauabschnitten saniert. Und ja, jedes Jahr ist ein Bauabschnitt dran. Und ja, bis 2020 alles fertig ist, werden die Tutzinger einige Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen müssen. Ansonsten gilt: Die Fahrbahn ohne Radschutzstreifen wird 6,50 Meter breit sein, mit Schutzstreifen 7,50 Meter. Alles andere ist noch offen.

Seit bekannt ist, dass die Hauptstraße saniert werden muss, kursieren Gerüchte. Von den Beiträgen, die die Anwohner leisten müssen, über mangelnde Zufahrtmöglichkeiten zu Geschäften und Grundstücken bis hin zur Umleitung. Klar, die Hauptstraße ist die Hauptschlagader der Gemeinde Tutzing.

Das Staatliche Bauamt Weilheim, das die Baumaßnahme auf der Staatsstraße plant und verantwortet, hat erst ein grobes Konzept. „Wir sind jetzt in der Phase der Voruntersuchung“, sagt der für den Landkreis Starnberg zuständige Mitarbeiter Christian Probst. Details stünden noch lange nicht fest.

Auch keine Umleitungen oder Rettungswege. Kreisbrandrat Markus Reichart hatte in der Jahresversammlung der Tutzinger Wehr darum gebeten, dass die Feuerwehr frühzeitig in die Planungen eingebunden werde. „Auf den teils engen Umleitungsstrecken nutzen alle Sonderrechte nichts – wenn da irgendwo ein Auto steht, kommen wir nicht weiter“, sagte Reichart.

Das Staatliche Bauamt werde die Feuerwehr natürlich einbinden, verspricht Probst. In dieser vorbereitenden Phase gebe es aber noch keine konkreten Pläne für Umleitungen. „Wir sind noch nicht so weit, dass wir eine verkehrsrechtliche Anordnung haben“, sagt er.

Noch sei gar nicht geklärt, wie Gehwegbreiten aussehen oder ob es Fahrradschutzstreifen gibt oder nicht. „Wir vom Staatlichen Bauamt haben nur die Vorgabe, wie breit die Straße zu sein hat“, sagt Probst. Den Rest könne sich die Gemeinde überlegen. „Zum Beispiel, wie die Kommune die Fußgänger führen wird. Oder die Sache mit den Radschutzstreifen.“ Da habe die Gemeinde viel Spielraum.

Die Gedanken, die sich das Rathaus macht, sind ein Teil, der in die Planungen des Staatlichen Bauamts einfließen wird. Ein anderer sind die Ideen der Bürger. Sie können sich am kommenden Montag, 3. April, in die Diskussion einschalten. Beim Bürgerforum zur Hauptstraße (Beginn: 19 Uhr im Roncalli-Haus) können die Tutzinger Bürger ihre Vorstellungen über die Hauptstraße mitteilen.

Viel Spielraum gibt es bei der Gestaltung, meint Probst. er wird am Montag in Tutzing auf jeden Fall dabei sein. „Es sind fast vier Kilometer Ortsdurchfahrt.“ Was das Ganze kosten wird, weiß er noch nicht. „Sicher mehrere Millionen. Wir sind noch ganz am Anfang.“

Sandra Sedlmaier und Lorenz Goslich

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