Falsche Zustellung kommt vor, der Anteil am gesamten Postsendungsaufkommen sei aber verschwindend gering, sagt die Post. Foto: fkn

Fünf Briefe landen im falschen Briefkasten

Tutzing - In Tutzing sind an einem einzigen Tag fünf Briefe vom Postboten falsch zugestellt worden: Er brachte sie alle dem selben Empfänger, obwohl sie in verschiedene Nachbarhäuser gehört hätten.

Immer wieder mal werden Postsendungen nicht den richtigen Empfängern gebracht, wie Erwin Nier von der Pressestelle der Deutschen Post in München bestätigt. Auf Anfrage unserer Zeitung hat die Post die Falschzustellung von fünf Briefen in Tutzing untersucht. „Wir können uns dafür nur in aller Form entschuldigen“, sagt Nier. Offenbar hängt der Vorfall mit Vertretungsdiensten zusammen, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten gehäuft haben.

Falschzustellungen könnten unterschiedliche Gründe haben, sagt Nier. Zu Verwechslungen komme es zum Beispiel nicht selten wegen der Schreibweise von Namen: Meier, Maier oder Mayer? „Das wissen oft auch die Absender nicht genau“, meint der Postsprecher. Trotzdem gilt der Anteil der Falschzustellungen als gering, wenn man die insgesamt 64 Millionen Postsendungen täglich als Maßstab nimmt. Dass, wie in Tutzing, gleich mehrere Briefe an unterschiedliche Empfänger falsch bei einer Adresse abgeliefert werden, komme besonders selten vor.

Im Fall falscher Zustellungen sei die Post froh über jeden Hinweis. Etwas heikel können solche Vorfälle sein, wenn andere Menschen - zum Beispiel Nachbarn - nicht unbedingt wissen sollen, von wem man Post erhält. Immerhin gibt es ein Post- und ein Briefgeheimnis, deren Verletzung strafbar ist. Aber es gibt zahlreiche Einschränkungen.

Bei sehr strenger Auslegung des Postgeheimnisses würde man die ganze Branche in Frage stellen, sagt Nier. Denn genau genommen würde schon ein Angestellter am Schalter dagegen verstoßen, der einen Brief entgegennimmt.

Verletzungen des Post- und des Briefgeheimnisses gibt es allerdings nicht nur bei der Post. In so mancher Familie passt es den Kindern nicht, dass ihre Eltern ihre Briefe lesen - was die manchmal nicht hindert, es trotzdem zu tun. Auch in so manchem Büro werden - oft versehentlich, gelegentlich ganz bewusst - Briefe geöffnet und gelesen, die an andere Personen gerichtet sind. Keineswegs immer hat die Post auch Schuld, wenn eine Sendung nicht beim richtigen Empfänger ankommt. Nicht selten werden Briefe geklaut, ja regelrecht aus den Briefkästen heraus geangelt. Besonders „gefragt“ sind bei Langfingern wattierte Umschläge: Da könnten vielleicht Schmuckstücke drin stecken.

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