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Ein Prosit auf die neue Bürgermeisterin: Marlene Greinwald (vorne Mitte) stieß gestern früh mit ihrer Stellvertreterin Elisabeth Dörrenberg, den Amtsleitern und den Mitarbeitern an. 

Rathaus Tutzing

Ein Prost auf die neue Chefin

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Großer Bahnhof für Tutzings neue Bürgermeisterin: Mit Freude, Sekt und Orangensaft begrüßten das Rathaus und seine Unterabteilungen Marlene Greinwald als neues Gemeindeoberhaupt. Die Rathauschefin bekam einen spektakulären Blick von oben geboten.

Tutzing – Eigentlich hat nur der rote Teppich gefehlt. Aber den hat wirklich niemand vermisst. Den roten Farbklecks lieferte das große Feuerwehrauto mit der Drehleiter. Und dessen Signalhorn ersetzte gestern Morgen vor dem Tutzinger Rathaus die Begrüßungsfanfare für die neu gewählte Bürgermeisterin.

Die Mitarbeiter der Rathausverwaltung, der Gemeindebücherei, des Betriebshofes sowie einige Feuerwehrleute (schließlich ist die Bürgermeisterin die oberste Dienstherrin der aktiven Truppe) bereiteten Marlene Greinwald einen großen Bahnhof an ihrem ersten offiziellen Tag als Chefin der Verwaltung und erste Bürgerin der Seegemeinde.

Das Begrüßungskomitee ließ die Sektgläser klingen, Bussis gab’s rechts und links und die bisher amtierende Zweite Bürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg hatte für die neue Chefin Blumen mitgebracht. Statt einem kräftigen „Sie lebe hoch“ ließ die versammelte Mitarbeiterschar die Bürgermeisterin hochschweben. Eine spannende Premiere: Gemeinsam mit Geschäftsleiter Marcus Grätz ließ sich Marlene Greinwald mit der Feuerwehrleiter in 30 Meter Höhe hieven und genoss den Blick über ihre Gemeinde aus der Vogelperspektive.

Wieder festen Boden unter den Füßen, ging es dann bald auch zur Tagesordnung über. Zunächst begrüßte aber im deutlich wärmeren Rathausfoyer Geschäftsleiter Grätz die neue Bürgermeisterin, wünschte eine weiterhin gute Zusammenarbeit – er und die bisherige Dritte Bürgermeisterin Greinwald kennen sich ja schließlich schon seit geraumer Zeit – und überreichte als Einstandsgeschenk aller Mitarbeiter einen Gutschein für eine Zugspitz-Rundreise, die Marlene Greinwald mit ihrem Mann genießen darf.

Die Bürgermeisterin gab mit dem Bekenntnis „Ich freue mich auf die große Aufgabe“ den Startschuss für den Arbeitsalltag. Der begann für sie mit einer routinemäßigen Besprechung im kleineren Mitarbeiterkreis. „Eine große Einführung können wir uns wohl sparen. Ich habe in den vergangenen Wochen und Monaten reichlich Einblick in die Gemeindeabläufe bekommen“, hatte sie kurz zuvor im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt. Nachmittags stand dann das Schulforum im Terminkalender – ein Treffen mit Schulleitung und Elternbeirat im Gymnasium.

Fast routinemäßig hatte der Tag für Marlene Greinwald begonnen auf ihrem Hof an der Traubinger Straße. Um 6 Uhr war sie aufgestanden, dann war ihre Tatkraft sogleich im Stall gefordert. „Mein Mann hat sich das Handgelenk gebrochen, deshalb musste ich heute die Stallarbeit erledigen. Das ist meine Art von Frühsport“, sagte sie. Um 7.30 Uhr frühstückte die Bürgermeisterin: „Müsli und Kräutertee wie an jedem Morgen.“ Dann setzte sie sich den Schutzhelm auf den Kopf, schwang sich aufs Radl – „seit gestern Abend hat unser Auto einen Platten“ – und traf fast pünktlich mit dem Glockenschlag vom nahen Kirchturm um 9 Uhr vor dem Rathaus ein. Ein (fast) ganz normaler Tag im Leben von Marlene Greinwald, Tutzings erster Bürgermeisterin im Rathaus.

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