Seit Kurzem in Herrsching aktiv und demnächst auch in Tutzing (v.l.): Julia Magenau, Ärztin Corinna Rittinghausen, Hans Rittinghausen und Lars Magenau.
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Seit Kurzem in Herrsching aktiv und demnächst auch in Tutzing (v.l.): Julia Magenau, Ärztin Corinna Rittinghausen, Hans Rittinghausen und Lars Magenau.

Pandemie

Ein Testzentrum für Tutzing

Am kommenden Montag ist Start im Ärztehaus beim Krankenhaus: Die Betreiber des Herrschinger Testzentrums öffnen auch eines in Tutzing. Anmeldungen sind ab heute möglich.

Tutzing – „Ich bin mir sicher, dass regelmäßiges Testen ein guter Weg sein kann, um ein Stück Normalität zurückzugewinnen“, sagt Tutzings Bürgermeisterin Marlene Greinwald. Sie hat über ihren Herrschinger Kollegen Christian Schiller die Initiatoren eines dortigen Testzentrums kontaktiert. Nun startet am Montag, 3. Mai, in Tutzing ein Corona-Schnelltest-Zentrum in einer derzeit leer stehenden Praxis im Ärztehaus beim Benedictus-Krankenhaus an der Bahnhofstraße. Mit dabei war bei den Vorbereitungen Armin Heil von der Ambulanten Krankenpflege Tutzing. Die Aktionsgemeinschaft Tutzinger Gewerbetreibender (ATG) unterstützt das Konzept. Tests werden werktäglich von 7 bis 12.30 Uhr und von 15 bis 18.30 Uhr angeboten, samstags und sonntags von 10 bis 16 Uhr – für Schüler, vor Einkäufen, für Tagestouristen, für Besuche bei der Kosmetikerin, beim Friseur, im Krankenhaus oder im Altenheim. Die Tests sind kostenlos.

Das Tutzinger Testzentrum ist wie das in Herrsching ein Gemeinschaftsprojekt der Familien Magenau und Rittinghausen, die hierfür eine Firma gegründet haben. Über sie beschäftigen sie etwa 40 Mitarbeiter für beide Zentren, sagt Julia Magenau, einige in Vollzeit, die meisten auf 450-Euro-Basis. Hans Rittinghausen hat viele Kontakte in der Apothekerwelt. Seine Frau Corinna ist Ärztin, sie hat in Tutzing die medizinische Leitung. Julia Magenau, die aus der alteingesessenen Herrschinger Familie Kuester stammt, ist bekannt vom Verein „Elternglück“. Ihr Mann Lars Magenau ist Unternehmer und im Elternbeirat des Kindergartens engagiert.

„Das ist eine richtig gute Sache“, sagt ATG-Chef Roberto Mestanza. Er hofft auf mehr Geschäft nach starken Umsatzrückgängen im Handel. Heute Abend hat die ATG eine Sitzung, in der es um Details geht.

Das Testzentrum befindet sich nicht in der Ortsmitte, wie manche gehofft hatten, doch die Erreichbarkeit der Klinik und die Parkmöglichkeiten halten die Organisatoren für gut. Letztmals wird es am heutigen Mittwoch von 15 bis 18 Uhr ein Testangebot im Roncallihaus geben. „Wir machen den nasopharyngealen Nasen-Rachen-Abstrich“, sagt Corinna Rittinghausen, „weil man so sehr genaue Ergebnisse erzielt.“ Es werde aber Alternativen geben. Bei Kindern würden erfahrene Ärzte oder speziell geschultes Personal Abstriche machen. Die Personen sollen sich nur je zwei bis fünf Minuten im Testzentrum aufhalten. Erforderlich ist ein Personalausweis. Termine werden ab heute im Internet vergeben – auf www.corona-schnelltest-tutzing.de oder per E-Mail an info@corona-schnelltest-tutzing.de – telefonisch und auch direkt an Ort und Stelle. Die Testergebnisse stehen nach etwa 20 Minuten zur Verfügung, sie können auch ausgedruckt mitgenommen werden. Lorenz Goslich

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