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Ehrungen bei der Feuerwehr Traubing mit drei Bürgermeistern: Martin Wild, Veronika Bell, Kommandant und Dritter Bürgermeister Dr. Franz Matheis (vo. v.l.), Bürgermeisterin Marlene Greinwald, Regina Eckert (2. Reihe v.l.), Simon Scheifele, Johanna Wild, Zweite Bürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg, Michael Polednik (3. Reihe v.l.), Andreas Ott, Antonia Wild, Markus Doll (vierte Reihe v.l.) sowie (hi. v.li.) Markus Eckert, Peter Scheifele und Maria Doll. 

Feuerwehr Traubing

Dank Oma über der magischen Grenze

Die Traubinger haben es geschafft: Sie stellen den mitgliederstärksten Feuerwehrverein im Landkreis Starnberg. Sie gelten als hoch engagiert. Die zunehmende Verärgerung über Fehlalarme verbergen sie nicht.

Traubing – Über manche Alarmierungen wundern sich Feuerwehrleute schon. Am 3. Oktober 2017 wurde die Traubinger Feuerwehr zu einem Verkehrsunfall zwischen Landstetten und Erling gerufen. Dort habe sich das Bild eines Großaufgebots an Einsatzkräften geboten, schreibt sie ihrem Jahresbericht, „so dass man einen größeren Unfall annehmen musste“. Das sei aber nicht der Fall gewesen – das Eingreifen der Traubinger erwies sich nicht mehr als nötig. Nach einer halben Stunde rückten sie wieder ab.

Kein Einzelfall. „Da muss man sich fast entschuldigen“, sagte Kreisbrandmeister Markus Kuisl, der in Tutzing Feuerwehrkommandant ist, am Freitag bei der Jahresversammlung der Traubinger Feuerwehr. Bei insgesamt 51 Einsätzen 2017 waren acht Fehlalarme der dritthäufigste Einsatzgrund, wie Kommandant Dr. Franz Matheis berichtete. Fünf Brände, zwölf Verkehrsunfälle und neun Baumschäden durch Stürme wurden gezählt. Nicht zuletzt der Einsturz der Friedhofsmauer hat die Wehr beschäftigt. Nun steht fest, dass sie durch eine Betonmauer ersetzt wird (wir berichteten).

Höheunkt für den Feuerwehrverein war neben vielen anderen Aktivitäten ein dreitägiger Vereinsausflug nach Thüringen, wie Schriftführer Christian Wolfert sagte. Das rege Vereinsleben spiegelte sich in der Versammlung wider. „Danke, dass wir so a netter Haufen san“, rief Matheis aus. „Es gibt viele Feuerwehren, wo es ordentlich knirscht“, sagte Michael Polednik vom Kreisfeuerwehrverbands: „Das ist hier gar nicht der Fall, darauf dürft ihr stolz sein.“

Mit 231 Mitgliedern stellen die Traubinger zurzeit den mitgliederstärksten Feuerwehrverein im Landkreis. Das haben sie geschafft, indem sie die 93-jährige Oma von Christian Wolfert mit ins Boot geholt und auch Kinder von Feuerwehrleuten angemeldet haben. Sie übertrumpfen sogar ihre Tutzinger Kollegen, die mit 227 Mitgliedern bisher an der Spitze standen. Deren Kommandant Kuisl gönnte den Nachbarn diesen Erfolg und lobte die gute Zusammenarbeit.

Polednik konnte sich an keine andere Feuerwehr-Versammlung mit drei Bürgermeistern erinnern. Bürgermeisterin Marlene Greinwald und Vizebürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg waren nach Traubing gekommen – und Kommandant Matheis war wenige Tage zuvor zum Dritten Bürgermeister von Tutzing gewählt worden. Peter Scheifele, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, bedankte sich bei ihnen persönlich und der Gemeinde für viel Unterstützung. „Ich bin voller Hochachtung und Wertschätzung für die Arbeit der Feuerwehr“, sagte Greinwald. Entsetzt war sie, dass immer häufiger Feuerwehrleute und Rettungssanitäter angegriffen werden, wenn auch noch nicht in Tutzing und Traubing. Die Unterstützung der Gemeinde zeigt sich besonders bei Baumaßnahmen am Feuerwehrhaus, die seit drei Jahren andauern. Zum Schluss werden nun die fast 30 Jahre alten sanitären Anlagen erneuert, wofür rund 30 000 Euro veranschlagt sind. Alles in allem liegen die Kosten wohl deutlich über 100 000 Euro. Die Gemeinde übernimmt davon nach Scheifeles Schätzung wahrscheinlich rund drei Viertel.

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