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Der Verleger und sein Büro: Friedl Brehm in seinem Feldafinger Domizil.

100. Geburtstag

Friedl-Brehm-Denkmal bleibt in Tutzing

  • vonSandra Sedlmaier
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Feldafing feiert den 100. Geburtstag des Mundart-Verlegers Friedl Brehm, aber das Brehm-Denkmal bleibt in Tutzing.

Feldafing/Tutzing Das Friedl-Brehm-Denkmal soll in Tutzing bleiben. Das habe der Tutzinger Hauptausschuss in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen, gab Vizebürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg (CSU) am Dienstag im Tutzinger Hauptausschuss bekannt. Die kleine Stele, die am Johannishügel steht, werde nicht Feldafing übergeben – das hatte sich der dortige Gemeinderat zum 100. Geburtstag des Feldafinger Mundart-Verlegers Friedl Brehm gewünscht.

Die Antriebskraft hinter dem Gedenken ist die ehemalige Gemeinderätin Sigrid Friedl-Lausenmeyer. „Schade“, ist ihre erste Reaktion. „Ich hab’ noch keinen Tutzinger getroffen, der das Denkmal kennt. Aber die Entscheidung müssen wir akzeptieren.“

Die Gemeinde Feldafing hat es 1996 abgelehnt hat, das Brehm-Denkmal zu nehmen. „Bürgermeister Buchheim hat mir geschrieben, dass die Feldafinger kein Interesse haben“, sagt der Stifter, Josef Wittmann. Wittmann ist ein langjähriger Weggefährte Brehms gewesen. Er wollte das Wirken des außergewöhnlichen Mannes mit einer Stele würdigen. Die ging dann ein Jahr später nach Tutzing – das war dem Zufall geschuldet. „Auf Umwegen habe ich den Tutzinger Bürgermeister Alfred Leclaire kennen gelernt“, berichtet Wittmann. Es stellte sich heraus, dass sich Leclaire und Brehm gut gekannt hatten. „Leclaire hat gesagt, dass er in Tutzing einen schönen Platz findet.“

Dem Stifter ist der Standort egal

Der schöne Platz ist auf dem Johannishügel. Dem Stifter Wittmann ist es egal, ob das Brehm-Denkmal in Feldafing oder Tutzing steht. „Das Denkmal ist in traurigem Zustand“, weiß Wittmann. „Mei, Denkmäler sind ja auch dafür da, dass sie von Tauben daschissen werden.“

Der Platz in Tutzing sei gut gewählt, findet Wittmann. „Er hat mit dem Friedl zu tun.“ Sie seien dort oft spazieren gegangen. Vor allem 1978 nach dem tragischen Tod des jungen österreichischen Dichters Ossi Sölderer, den Brehm gefördert hatte. Er war im Starnberger See ertrunken – ob freiwillig oder nicht, ist unklar. „Das ist dem Friedl sehr nahe gegangen“, sagt Wittmann. „Dort in Tutzing in der Natur hat er Kraft schöpfen und sich wieder fangen können.“

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