Hier wird ein Leck abgedichtet: Bei den Arbeiten für die Erneuerung der Friedhofsmauer wurde gestern versehentlich eine Stromleitung beschädigt. Die Arbeiten müssen ohnehin ruhen, weil eine Gasleitung im Weg ist.
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Hier wird ein Leck abgedichtet: Bei den Arbeiten für die Erneuerung der Friedhofsmauer wurde gestern versehentlich eine Stromleitung beschädigt. Die Arbeiten müssen ohnehin ruhen, weil eine Gasleitung im Weg ist.

Und auch noch ein Stromausfall

Gasleitung nun doch im Weg: Arbeiten an Traubinger Friedhofsmauer unterbrochen

  • vonSandra Sedlmaier
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Die Arbeiten an der Friedhofsmauer in Traubing haben zwar am Montag begonnen, mussten aber wieder eingestellt werden. Eine Gasleitung ist nun doch im Weg. Und der Strom ist auch noch ausgefallen.

Traubing – Die Erneuerungsarbeiten an der vor dreieinhalb Jahren eingestürzten Traubinger Friedhofsmauer stehen unter keinem guten Stern. Bis klar war, dass nicht saniert, sondern neu gebaut werden muss, dauerte es. Dann fand sich nicht so leicht eine Firma, die das notwendige Verfahren beherrscht, eine Mauer auf Mikropfählen zu gründen. Und jetzt, als es am Montagfrüh endlich losgegangen war, gibt es wieder eine Verzögerung. Die Arbeiten wurden unterbrochen, weil eine Gasleitung im Weg ist. Zudem wurde beim Graben eine Stromleitung beschädigt – rund 50 Traubinger Haushalte waren bis zum Abend ohne Strom.

Bevor die beauftragte Firma mit der Gründung der Mikropfähle am Montag startete, unternahm sie eine Probebohrung am nördlichen Ende der Mauer. Dort, wo lange der Stromverteilerkasten seinen Platz hatte. Ihn hatte man wegen der Arbeiten an der Mauer mit weiteren Sparten schon vor längerer Zeit von der einen auf die andere Seite der Weilheimer Straße verlegt. Was an der östlichen Seite im Boden blieb, war die Gasleitung. „Man hat gedacht, dass man daran vorbeikommt“, sagte der beauftragte Architekt Ricco Johanson auf Anfrage des Starnberger Merkur. „Es wurde ganz vorsichtig von Hand gegraben“, berichtete er. Dabei stellte sich nicht nur heraus, dass die Gasleitung nun doch verlegt werden müsse. Bei den vorbereitenden Grabungen beschädigten die Arbeiter eine Stromleitung, ein Niederspannungskabel, wie Bayernwerk bestätigt. Bis zur Schule hinauf war Traubing deshalb am Montag ohne Strom. Der Stromausfall sollte am Abend wieder behoben gewesen sein. Eine Dienstleisterfirma des Bayernwerks habe das beschädigte Kabelstück ausgetauscht, sagte Bayernwerk-Sprecher Maximilian Zängl. „Bis zum frühem Abend werden die Arbeiten fertiggestellt sein“, versprach er um kurz nach 17 Uhr.

Bedauerlicher Zwischenfall - aber keine Überraschung

Die Sache mit dem Stromkabel ist laut Architekt Johanson ein bedauerlicher Zwischenfall. Das Stromkabel an dieser Stelle ist für ihn keine Überraschung. Die Kabel seien bei der Stromkastenverlegung im Erdreich miteinander verbunden worden. Offenbar hat die Firma genau diese Stelle erwischt.

Die Arbeiten an der Friedhofsmauer können laut Architekt erst fortgeführt werden, wenn die Gasleitung verlegt wurde. Er rechnet damit, dass das Mitte März passieren wird. „Wenn die Firma anrückt, dann passiert in einer Woche viel“, sagte er. Erst danach könnte es an der Mauer weitergehen. Für die Traubinger bedeutet es vor allem, dass die Weilheimer Straße, die schon seit zwei Wochen für die Baustelleneinrichtung voll gesperrt ist, länger nicht befahrbar sein wird.

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