Wasserwacht Tutzing auf dem Starnberger See
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Die Wasserwacht Tutzing rückte wegen einem gekenterten Holzsegelboot aus.

Wasserwacht Tutzing rückt aus

Gekentert und vollgelaufen: Vier junge Leute kämpfen im Starnberger See um ihr Segelboot

  • Tobias Gmach
    vonTobias Gmach
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Vier junge Leute kentern mit einem Segelboot im Starnberger See. Sie sind schon 20 Minuten lang im Wasser, als sie die Tutzinger Wasserwacht rettet. Die Einsatzkräfte klären die Verunglückten anschließend auf, zeigen sich aber auch spendabel.

Zu einem gekenterten Segelboot vor Bernried wurde die Wasserwacht Tutzing am Mittwochabend um 17.45 Uhr alarmiert. Da ein Grüppchen Wasserwachtler gerade an ihrer Rettungsstation am Südbad etwas „klar Schiff“ gemacht hatten, konnten sie zum Glück der Verunglückten schnell ausrücken. Ungefähr 300 Meter vor Bernried war ein kleines Holzsegelboot mit drei jungen Männern und einer Frau (zirka 18-24 Jahre alt) gekentert und komplett vollgelaufen.

Ein Segler war ihnen zur Hilfe gekommen und hatte den Notruf abgesetzt. Das Szenario: Das Boot trieb auf. Als die Wasserwacht eintraf, waren alle vier schon 20 Minuten im Wasser und kämpfen, um ihr Boot zu sichern. Nur mit Badeklamotten und T-Shirts bekleidet, brachte die Wasserwacht die unterkühlten jungen Leute zum Rettungswagen am Dampfersteg Bernried.

Boot gesichert - dank mobiler Wasserpumpe

Mit Unterstützung der Kollegen aus Ammerland wurde das havarierte Segelboot in die Marina Bernried geschleppt, dann mittels der mobilen Pumpe der Wasserwacht wieder über Wasser gebracht und gesichert. Nachdem sich das Grüppchen Segler im Rettungswagen aufgewärmt hatte, wurde es vom Vorsitzenden der Wasserwacht, Matthias Jilg, der als Helfer mit dabei war, noch aufgeklärt. Die Vier waren ohne Rettungswesten oder Neoprenanzüge auf ein sehr kleines Segelboot ohne Auftriebskörper unterwegs. „Da kann man nur von Glück sprechen, dass keiner ernsthafter verletzt wurde“, schreibt die Wasserwacht in ihrer Pressemitteilung. „Der See ist zwar warm aber für längere Zeit im Wasser mit Wind dennoch gefährlich.“

Damit die Verunglückten nicht gleich wieder kentern, wollten sie das Boot erst am nächsten Tag holen und versprachen, zukünftig mehr Schutzausrüstung mitnehmen. Für den Heimweg spendierte die Wasserwacht ihnen noch eine Fahrt mit dem Rettungsboot nach Ambach. Um 20 Uhr war der Einsatz beendet.

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