+
Es ist klar zu sehen, wo die Frevler gesägt haben.

Brahmspromenade in Tutzing

Baumfrevel ist „Auftragsmord“

„Auftragsmord“: Dieses Wort hallte dieser Tage im Hauptausschuss des Tutzinger Gemeinderats durch den Sitzungssaal. Der Begriff sei durchaus angebracht, sagte Vizebürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg mit Blick auf die Beschädigung von fünf neu gepflanzten Kastanien an der Brahmspromenade.

Tutzing – „Wir wurden ja auch als Baummörder bezeichnet“, erinnerte die Vizebürgermeisterin an die heftigen Proteste gegen Baumfällungen durch die Gemeinde an anderer Stelle, etwa am Kino Kurtheater.

Aufmerksam beobachtet haben die Gemeinderäte die offenbar kundige Vorgehensweise der Täter an der Brahmspromenade. „Es ist sehr fachgerecht abgeschnitten worden“, stellte Dr. Heinrich Reiter (Freie Wähler) fest. Die Unbekannten haben die Leittriebe und teilweise auch Seitenäste abgesägt. Die Gemeinde hat Strafanzeige gestellt. Ein öffentlicher Aufruf könnte eventuell zu den Tätern führen, sagte Reiter: Vielleicht gebe es Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben. „Hätten wir noch die Starenkästen vom König“, sagte Dr. Thomas von Mitschke-Collande (CSU). Am Grundstück des Königs von Thailand hatten Ende 2017 nach außen auf die Brahmspromenade gerichtete Kameras für Aufsehen gesorgt. Sie sind nach Kritik von Bürgern aber entfernt worden. 

Von Lorenz Goslich

Das Landkreiswetter

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare