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Wieder im Einsatz im Trödelladen: Leiterin Barbara Treppenhauer (r.) und Mitarbeiterin Imke Schmid.

Wieder geöffnet

Großer Andrang vor Tutzinger Trödelladen: Ein Schritt zurück zur Normalität

Warteschlangen an der Kirche St. Joseph: Am Dienstagnachmittag schienen es viele Tutzinger kaum erwarten zu können, in den alten Pfarrsaal zu gelangen. Dort hat nach langer Corona-Pause erstmals wieder der Trödelladen der Caritas geöffnet.

Tutzing – Geduldig standen etliche Besucher an der Treppe zu den Räumen im Untergeschoss. Nur sechs Kunden dürfen gleichzeitig hinein. Masken sind selbstverständlich, ein am Eingang aufgebautes Desinfektionsgerät nutzen alle sorgfältig. Geöffnet ist vorerst dienstags von 14 bis 17 Uhr sowie mittwochs, donnerstags und samstags jeweils von 10 bis 12.30 Uhr.

Viele Tutzinger haben den Trödelladen und die dazugehörige Kleiderstube vermisst, wie Leiterin Barbara Treppenhauer erzählte. Sie und ihre Mitarbeiter haben auch in der Zeit der Schließung immer wieder gearbeitet und Waren angenommen. Nach Haushaltsauflösungen oder Aufräumaktionen hat aber so mancher seine Sachen einfach vor die Tür gestellt – eine recht eigenwillige Form von „Trödeltourismus“, kommentierte die Leiterin. Unter den vielen gelieferten Produkten sind manche reizvolle Dinge, gelegentlich wahre Raritäten. Die 18 Mitarbeiter präsentieren sie einladend in den Regalen, die damit zu einer echten Fundgrube werden können.

Von allen Waren verkauft werden rund 20 Prozent, schätzt Barbara Treppenhauer. Der Rest geht an die Diakonie, die wöchentlich etwa eine Tonne davon abholt, und an die „Aktion Hoffnung“, die nebenan einen Container aufgestellt hat.

Einige Tagespflegeplätze können nicht belegt werden

Ein Schritt zurück zur Normalität ist die Wiederöffnung des Trödelladens und der Kleiderstube auch für die Ambulante Krankenpflege in Tutzing, deren Arbeit der Trödelladen unterstützt. Auch bei ihr gab es Einschränkungen. So konnte sie in der Tagespflege in Tutzing und Starnberg nicht alle maximal 30 Plätze anbieten, obwohl der Bedarf anhaltend groß war. Geschäftsführer Armin Heil bedauert das sehr.

Mittlerweile entspannt sich die Lage ein wenig. 2021 wird die Ambulante Krankenpflege 100 Jahre alt. Ihr umfangreiches Angebot reicht von häuslicher Pflege über betreutes Wohnen und Tagespflege bis zu ambulant betreuten Wohngemeinschaften und Palliativpflege. Ihre ursprünglich für den 19. Juni geplante Mitgliederversammlung hat sie wegen Corona aufs nächste Jahr verschoben. Der Bau einer neuen betreuten Wohnanlage im benachbarten Bernried, ein Gemeinschaftsprojekt mit der Gemeinde, läuft aber seit März wie geplant.

Lorenz Goslich

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