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Das Gymnasium Tutzing wechselt zum 1. August die Trägerschaft – dann ist der Landkreis Herr im Haus auf dem Grundstück in Seenähe. 

Jahrzehntelange Trägerschaft beendet

Gymnasium Tutzing: In 20 Tagen übernimmt der Landkreis - Schulleiter macht das Hoffnung

Das jahrzehntelange Ringen um die Trägerschaft des Gymnasiums Tutzing ist beendet: Der Landkreis Starnberg übernimmt sie am 1. August.

Tutzing – Die kleinste Kommune Bayerns, die sich ein eigenes Gymnasium leistet, sei die Gemeinde Tutzing: Das sagte einmal Werner Hoffmann, der frühere Direktor des Tutzinger Gymnasiums. Trotz vieler Forderungen nach einer Trennung hielt die Gemeinde daran lange an der Trägerschaft der Schule fest. Doch nun ist es soweit: Mit Wirkung vom 1. August dieses Jahres übergibt sie an den Landkreis die „Sachaufwandsträgerschaft“ für das Gymnasium. Den entsprechenden Vertrag hat der Gemeinderat am Dienstag einstimmig genehmigt.

Dem Landkreis war das Ziel der Tutzinger zunächst gar nicht recht. Erst ein Kreistagsbeschluss im Frühjahr 2019 brachte den Durchbruch. Mit der Übernahme enden ausgiebige Diskussionen über die Trägerschaft des Gymnasiums, das Dr. Johannes Salomon 1951 als Mädchen-Realgymnasium in der Kustermannvilla gegründet hatte. 1956 zog die Schule in die von der Gemeinde erworbene Kalle-Villa um, in den Jahren 1971 und 1973 sowie 1992 bis 1996 gab es umfangreiche Neu- und Erweiterungsbauten.

Schulleiter Thalmeier: „Hoffnungen auf geklärte Verhältnisse“

Die Übernahme war Anlass fürs Landratsamt Starnberg, einen neuen Bereich einzurichten. Die neue Schulverwaltung kümmert sich nach Angaben von Kreissprecherin Barbara Beck um die Verwaltung der landkreiseigenen Schulen – Fünfseen-Schule, Staatliches berufliches Zentrum, Fachoberschule – und künftig auch ums Gymnasium Tutzing, außerdem die Förderrichtlinien für weiterführende Schulen. Ob weitere Schulen dazukommen werden, ist nach Becks Angaben noch nicht absehbar. Die Tutzinger Entscheidung dürfte die Diskussionen beleben, ob der Kreis auch Träger anderer Schulen wird.

Fürs Gymnasium Tutzing bereitet die neue Schulverwaltung zurzeit die Übernahme vor, erklärt Barbara Beck. Andreas Thalmeier, Direktor des Gymnasiums, spricht von guten Kontakten mit dem Landkreis. Die Änderung des Trägers verknüpft er „mit Hoffnungen auf geklärte Verhältnisse“. Denn bisher habe die Bearbeitung von Projekten sowohl durch die Gemeinde als auch den Landkreis viel Kommunikations- und Zeitaufwand erfordert. Auch der Elternbeirat werde einbezogen. Trotz Sanierungsstaus sei das Gymnasium funktionsfähig, versichert Thalmeier. Er hoffe aber, dass die Planungen schnell vorangingen und kurzfristige Maßnahmen bald angepackt würden. Vorgesehen ist zum Beispiel eine neue Schließanlage für die Außenanlagen.

Bei den großen Projekten wie der Sanierung der Turnhallen und der Kalle-Villa mit einem Neubau wird noch etwas mehr Geduld erforderlich sein. Thalmeier sagt aber, die Gemeinde habe nach seinem Eindruck schon wichtige Vorarbeiten geleistet. Ganz lässt die Gemeinde nicht vom Gymnasium: Das wertvolle Grundstück nah am Starnberger See bleibt in ihrem Eigentum.

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