Auf der Tutzinger Hauptstraße

Grüne pochen auf Tempo 30

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Vor dem Tutzinger Gymnasium und der Realschule wird immer noch viel schneller gefahren als das erlaubte Tempo 30. Die Grünen reagieren. 

Tutzing – Der Tutzinger Grünen-Gemeinderat Bernd Pfitzner ist leicht entsetzt über die Geschwindigkeiten, die auf der Tutzinger Hauptstraße vor dem Gymnasium und der Realschule gefahren werden. Am Dienstag vor den Pfingstferien stellte sich Pfitzner um 7.50 Uhr für 20 Minuten vor die dortige Geschwindigkeitsmessanlage und beobachtete das Anzeigedisplay. Das Ergebnis hält Pfitzner für besorgniserregend. Ein Zusammenschnitt der Stichprobe ist im Internet.

„Nicht selten sind die Fahrzeuge mit Geschwindigkeiten um die 50 Kilometer pro Stunde unterwegs, um etwa 20 Kilometer pro Stunde zu schnell“, teilt Pfitzner mit. Der Spitzenreiter sei bei 62 gelegen. „Besorgniserregend ist, dass diese Geschwindigkeiten auf der noch unsanierten Hauptstraße, die noch mit zahlreichen Schlaglöchern übersät ist, erreicht werden“, teilt der Gemeinderat mit. Das lasse befürchten, dass auf einer sanierten Straße die gefahrenen Geschwindigkeiten und die Anzahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen noch höher würden.

Die Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen fordert nun die Gemeinde Tutzing auf, Maßnahmen zu ergreifen, damit die angeordnete Geschwindigkeit gewährleistet werde – „zur Sicherheit unserer Kinder und aller anderen Verkehrsteilnehmer“. Pfitzner fordert insbesondere das Straßenbauamt in Weilheim auf: „Schauen Sie bei der Sanierung der Staatsstraße nicht stur auf die Richtlinien von Fahrbahnbreiten und -beschaffenheit sondern orientieren Sie sich an Ihrem eigenen Grundsatz: Oberstes Ziel ist, für alle Verkehrsteilnehmer ein verkehrssicheres und leistungsfähiges Straßennetz zur Verfügung zu stellen.“ Mit Rücksicht insbesondere auf die Sicherheit der nichtmotorisierten Verkehrsteilnehmer sollte die Staatsstraße innerorts so saniert werden, dass eine gute Durchschnittsgeschwindigkeit für Kraftfahrer erreicht werden kann.

Seine 20-minütige Stichprobe hat Pfitzner mit der Handykamera dokumentiert. Ein Zusammenschnitt, der etwas länger als zehn Minuten ist, steht auf Youtube: https://youtu.be/hbjSodwtCJ8. So dramatisch die Nachricht ist, so unfreiwillig komisch ist der Film zwischendurch. Zum Teil ist die Geschwindigkeitsmessanlage lange ohne irgendeine Aktion zu sehen oder die Anzeige darauf ist durch die Sonneneinstrahlung nicht lesbar.

Rubriklistenbild: © dpa / Arno Burgi

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