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Elisabeth Dörrenberg begrüßt Neu-Gemeinderat Prof. Dr. Maximilian Levasier mit einem Geschenk. 

Gemeinderat

Neuer FDP-Rat nach langer Suche 

Es war nicht so ganz einfach, aber jetzt steht es fest: Professor Maximilian Levasier ist neuer Gemeinderat in Tutzing. 

Tutzing – FDP-Listennachfolger Professor Maximilian Levasier ist am Dienstag als Tutzinger Gemeinderat vereidigt worden. Der 42-Jährige ist verheiratet, seit vergangener Woche dreifacher Familienvater und tritt im Gemeinderat die Nachfolge des im Sommer verstorbenen Dr. Hellmut Kirchner an.

Der studierte Betriebswirt und Diplom-Kaufmann lehrt seit 2011 an der privaten Hochschule ISM (International School of Management) in München und ist dort 2013 zum Professor im Fachbereich „Finance Management“ ernannt worden. Levasier ist Experte für internationales Steuerrecht und hat in Tutzing eine Steuerkanzlei.

Ehe Levasier am Dienstag vom Gemeinderat einstimmig zum Listennachfolger gewählt und anschließend vereidigt werden konnte, stellte Bürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg (CSU) noch einmal das zuvor umstrittene Prozedere dar: So hatte der Tutzinger Wahleiter Marcus Graetz gemäß des Ergebnisses der Kommunalwahlen 2014 die Liste der in Frage kommenden Nachfolger für Hellmuth Kirchner abzuarbeiten. Sechs Kandidaten waren laut Rathaus inzwischen entweder nicht mehr in Tutzing wohnhaft oder hatten das Mandat aus unterschiedlichen Gründen abgelehnt.

Levasier (mit 143 Erststimmen auf Platz 7 der FDP-Liste gelandet) war der Erste, der sich bereit erklärte, in den Gemeinderat nachzurücken. Die Reihe an Absagen nahm Stefanie von Winning (CSU) zum Anlass, deutliche Kritik zu üben: „Die Leute sollten sich vorher überlegen, wofür sie kandidieren und dass sie unter Umständen in die Situation kommen, sechs Jahre ein Amt ausüben zu müssen“, sagte sie. Von Winning stieß sich insbesondere an der Absage des langjährigen FDP-Gemeinderats und Kreisrats Wolfgang Weber-Guskar, der zwar das Gemeinderatsmandat nicht annehmen mochte, gleichzeitig aber das für den Bezirkstag akzeptierte.

Weber-Guskar wies auf Anfrage des Starnberger Merkur die Angriffe von Winnings zurück: „Gerade daran, dass ich mich damals auf Listenplatz 19 aufstellen ließ, kann man doch erkennen, dass ich nicht wieder in den Gemeinderat wollte. Für den Bezirkstag hatte ich schon lange als Kandidat zugesagt, da macht auch Sinn: Dort geht es um medizinische und soziale Themen, bei denen ich mich als Arzt auskenne.“ Weber-Guskar empfahl seiner Kritikerin: „Statt nun auf mich drauf zu hauen, sollte man sich doch lieber freuen, dass ein junges Ratsmitglied hinzu kommt.“

Thomas Lochte

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