In Starnberg und Tutzing

Jugendliche randalieren - Polizei erwischt sie im Kinderzimmer

Mehrere Jugendliche haben am Samstag in Starnberg und Tutzing randaliert. Sie wurden erwischt - im Kinderzimmer.

Starnberg/Tutzing - Mehrere Jugendliche haben in Starnberg und Tutzing am Samstagabend randaliert. Gegen 21 Uhr warfen sie Blumenkübel und Mülltonnen im Bereich des Bahnhof See in Starnberg und sprangen laut Zeugen darauf herum. Noch bevor eine Polizeistreife am Bahnhof eintraf, stiegen die Jugendlichen in eine S-Bahn nach Tutzing. Es gibt jedoch ein Foto eines Täters.

Die Beamten nahmen den Fall in Starnberg noch auf, als eine Meldung über randalierende Jugendliche an Pommernstraße, Sudetendeutsche Straße und Bräuhausstraße in Tutzing einging. „Im Zuge der Fahndung konnten die Streifen feststellen, dass in den genannten Straßen bei drei Pkw der linke Außenspiegel nach vorne gedreht und somit die Halterung gebrochen wurden und bei einem Pkw der rechten Außenspiegel abgebrochen worden ist. Insgesamt entstand an  ein Sachschaden von mindestens 1000 Euro“, teilte die Starnberger Polizei mit. In einem Fall wird noch geprüft, ob eine Eisenstange auf einen Pkw geworfen worden war.

Zwei Verdächtige flüchten sofort

In der Nähe entdeckten Beamte drei Jugendliche, von denen zwei sofort die Flucht ergriffen. Die Polizei dazu: „Der vor Ort verbliebene 16-jährige Tutzinger gab an, mit der Sache nichts zu tun zu haben, erklärte jedoch, dass er die beiden flüchtenden kennen würde. Allerdings gab er von seinen Freunden falsche Personalien an.“

Wenig später wollten Beamte mit dem Tutzinger nochmal reden. Schon vor der Wohnung stellten die Polizisten fest, dass sie mehrere Jugendliche im Zimmer des 16-Jährigen aufhielten und „Spaß hatten“. Als die Wohnungsinhaberin vom Anliegen der Beamten erfuhr, ließ sie sie ein - Pech für einen Pöckinger (17) und einen Berger (14), denn die Beamten erkannten aufgrund der Beschreibungen in ihnen zwei der Verdächtigen. Ob noch mehr Personen aktiv an den Sachbeschädigungen beteiligt gewesen waren, werden die weiteren Ermittlungen zeigen

Die Burschen haben offenbar nicht so ganz überblickt, was sie sich da geleistet haben. „Dieser ,hochintelligente Spaß‘ bringt den beiden nun nicht nur den Ärger mit den jeweiligen Geschädigten ein, sondern Justitia wird sie auch einer strafrechtlichen Verfolgung unterziehen. Auch wird das Jugendamt sie in ihren Fokus nehmen und eventuell später auch die Führerscheinstelle bei der Beantragung einer Fahrerlaubnis“, teilte die Polizei mit.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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