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Dr. Franz Matheis wurde zum Dritten Bürgermeister gewählt, Bürgermeisterin Marlene Greinwald gratuliert.

Gemeinderat Tutzing

Matheis wird Dritter Bürgermeister

Der Traubinger Dr. Franz Matheis ist Dritter Bürgermeister der Gemeinde Tutzing. Ein möglicher Gegenkandidat sprang ab.

Tutzing – Das war eine Überraschung am Dienstag. Bei der Wahl des Dritten Bürgermeisters gab es nur einen einzigen Vorschlag: Dr. Franz Matheis (UWG Traubing). Er wurde dann auch mit 16 von 20 Stimmen gewählt, vier Stimmen waren ungültig. Erste Bürgermeisterin ist Marlene Greinwald (Freie Wähler), zweite Bürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg (CSU).

Pfitzner verzichtete schließlich auf Kandidatur

Matheis hatte mit weiteren Kandidaten gerechnet, wie er dem Starnberger Merkur sagte. Besonders häufig genannt worden war im Vorfeld Bernd Pfitzner (Grüne), einer der drei Bürgermeisterkandidaten. Nachdem er am 14. Januar unterlegen war, hatten er und seine Partei eine Wahlempfehlung für Marlene Greinwald ausgesprochen. Sie siegte dann in der Stichwahl gegen Florian Schotter (CSU).

Nach Gesprächen hatte Pfitzner Chancen gesehen, dritter Bürgermeister zu werden. Doch auch Matheis wurde ins Spiel gebracht – nicht nur, aber auch von der CSU, der mit sieben Mandaten stärksten Gemeinderatsfraktion. Als erster habe ihn Wolfgang Marchner (Bürger für Tutzing) darauf angesprochen, sagt Matheis. Pfitzner sah unterdessen auch bei den Freien Wählern, der mit fünf Mandaten zweitstärksten Fraktion, keine volle Unterstützung. So verzichtete er schließlich auf die Kandidatur.

Gibt es in Tutzing zwei CSU-Bürgermeister?

Matheis (53) ist in Traubing Tierarzt und ledig. Von 2002 bis 2008 war er schon Dritter Bürgermeister. Damals waren Peter Lederer und Hubert Hupfauf, beide CSU, Erster und Zweiter Bürgermeister. Matheis ist in Traubing sehr engagiert, so als Vorsitzender der UWG Traubing, Kommandant der Feuerwehr und Mitglied der Kirchenverwaltung. Außerdem ist er Kreisjugendfeuerwehrwart. Ihm wird oft CSU-Nähe nachgesagt. 

Gibt es nun in Tutzing etwa zwei CSU-Bürgermeister? Auf diese Frage reagiert er gelassen: „Ich bin halt aus dem bürgerlichen Lager.“ Aber er habe keine Berührungsängste – aus gutem Grund sei die UWG eine unabhängige Wählergemeinschaft. Die Funktion des Dritten Bürgermeisters sieht er als „ Arbeitsauftrag“, besonders für Termine, wenn die Erste Bürgermeisterin keine Zeit hat. „Sowohl mit Marlene Greinwald als auch mit Elisabeth Dörrenberg ist das sehr harmonisch“, sagt er. „Wir kennen uns ja seit bald 28 Jahren.“

Von Lorenz Goslich

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