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Das Midgardhaus in Tutzing, vom See aus gesehen: An und in der denkmalgeschützten Villa wird derzeit noch fest gearbeitet.

Bauarbeiten schreiten voran

Midgardhaus: Biergarten soll im Juni öffnen, Restaurant aber erst später 

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Die Bauarbeiten am und rund ums Midgardhaus schreiten voran. Im Juni möchten die neuen Wirte Michael und Alexander Urban den Biergarten eröffnen. Auf das Restaurant müssen die Tutzinger Gäste noch bis Juli warten.

Tutzing – Im Midgardhaus wird seit Monaten gearbeitet. Und eigentlich hätte im Mai schon so viel fertig sein sollen – doch dieser Zeitplan ist durcheinander gekommen. Der neue Wirt Alexander Urban, der die renommierte Gaststätte am Tutzinger Seeufer zusammen mit seinem Sohn Michael führen wird, möchte im Juni den beliebten Biergarten aufmachen und Mitte bis Ende Juli das Restaurant in der denkmalgeschützten Villa. Die Arbeiten für den Festsaal, das Salettl, soll erst im Herbst starten.

Im Haus sind inzwischen die Böden und Estriche renoviert und zum Teil erneuert, die Elektroleitungen wurden ebenfalls auf aktuellen Stand gebraucht, und auch die alten Wasserleitungen wurden durch neue ersetzt. Von einer Kernsanierung will Urban nicht sprechen, mehr von einer gründlichen Sanierung. „Angesichts des hohen Alters des Gebäudes ist es völlig richtig, dies alles mal zu renovieren.“

Das Midgardhaus, das bis Ende vergangenen Jahres von Fernsehkoch Fritz Häring geführt wurde, gehört der Gemeinde Tutzing, die es nun langfristig an die Augustiner-Brauerei verpachtet hat. Die Brauerei bezahlt die Renovierungsarbeiten und hat als Wirt Urban verpflichtet. „Mein Sohn und ich freuen uns total auf das Midgardhaus, wir stehen in den Startlöchern und scharren mit den Hufen“, sagt der Wirt, der jahrzehntelang den Klostergasthof in Andechs geführt hat.

Alexander Urban will zusammen mit seinem Sohn Michael das Midgardhaus führen.

Los geht’s im Biergarten. Der soll, mit den üblichen Corona-Auflagen, Mitte bis Ende Juni eröffnen, sagt Urban. „Viele Tutzinger fragen uns schon, wann sie endlich kommen dürfen.“ Im Moment sehe es für Juni gut aus. Für die Corona-Abstände gebe es ausreichend Platz. Unter normalen Umständen können 450 Menschen im Biergarten am Seeufer sitzen. Mit Corona wird es natürlich weniger.

Die Arbeiten im Inneren des Hauses für das Restaurant verzögern sich. „Der Außenanstrich muss noch vom Denkmalamt abgestimmt und freigegeben werden“, berichtet der Wirt. Außerdem sei eine Spezialglaskonstruktion in Auftrag gegeben worden. „Die dauert auch noch.“ Im Inneren wird sich, schon allein aus Denkmalschutzgründen, wenig bis gar nichts an der Raumaufteilung ändern. Das Midgardhaus bleibe so, wie es die Gäste kennen. Die Eröffnung des Lokals ist laut Urban für Mitte bis Ende Juli geplant.

„Wir werden nicht billig, aber günstig sein“

Über die Gestaltung der Speisekarte haben sich die Wirte natürlich auch schon Gedanken gemacht. „Im Biergarten wird es Schweinshaxen und Schweinsbraten geben – bayerisches Essen in guter Qualität“, sagt Urban. „Wir werden nicht billig, aber günstig sein“, verspricht er. „Wir wollen Qualität bieten, und jeder wird sich bei uns wohlfühlen.“

Was es im Restaurant geben wird, hängt auch vom Geschmack der Gäste ab. Geplant sei, von regionalen und Biolandwirten das Fleisch zu beziehen. „Wir haben Bauern, die die Tiere für uns aufziehen“, sagt Urban. Die Küche werde bayerisch-mediterran. „Wenn man am See sitzt, kann man auch eine Bouillabaisse vom Starnberger See haben.“ Dazu gebe es natürlich Augustiner Bier und eine gestraffte Auswahl an guten Weinen.

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Hermann Grotz war der letzte Wirt des Tutzinger „Seehof“, der für eine besondere Ära in Tutzing stand. Das Hotel am Seeufer war Schauplatz von Bällen und politischen Veranstaltungen und Heimat vieler Tutzinger Vereine. Grotz starb mit 96 Jahren.

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