+
Der Investitionsstau in Tutzing macht sich in der  Tutzinger Mittelschule besonders bemerkbar. 

Millionenprojekt in Tutzing

Sanierung der Mittelschule startet bald

Seit Jahren reden Tutzinger Gemeinderat und Verwaltung über die dringend notwendige Sanierung der Mittelschule. Jetzt will die Gemeinde den Bauantrag beim Landratsamt stellen - obwohl noch gar nicht klar ist, wie die Finanzierung gestemmt wird. 

Tutzing – DenBauantrag für Umbau und Erweiterung der Tutzinger Mittelschule hat der Gemeinderat in der letzten Sitzung vor Weihnachten auf den Weg gebracht. Das Thema stand gar nicht auf der Tagesordnung, sondern wurde kurzfristig ergänzt. Mit dem Sanierungskonzept für die Schule hatte sich der Gemeinderat im Januar und März dieses Jahres befasst.

Dr. Ernst Lindl und Dr. Thomas Mitschke-Collande (beide CSU) zeigten sich verwundert über die überraschende Beratung diese Woche. Mitschke-Collande erinnerte an seinerzeit gestellte Fragen der CSU vor allem nach der Finanzierung. „Es ist schade, dass die Zeit nicht genutzt worden ist, um schnell voranzukommen“, kritisierte er. Für Diskussionen hatte eine Kostenschätzung von fast 16 Millionen Euro gesorgt. Lindl brachte jetzt im Gemeinderat deutliche Irritationen wegen der offenbar nach wie vor ungeklärten Finanzierung zum Ausdruck. Mitschke-Collande verwies zudem auf Einsparmöglichkeiten: Das Projekt könne, ohne an Funktionalität zu verlieren, um 20 Prozent „abgespeckt“ werden.

Bürgermeisterin Greinwald hat mehrmals versichert, die Kosten für die Gemeinde würden weit geringer ausfallen als die geschätzten 16 Millionen – zum einen wegen Fördermitteln, zum anderen wegen Beiträgen anderer Gemeinden, aus denen Schüler nach Tutzing kommen. Doch die konkrete Höhe der öffentlichen Förderung ist bisher nicht bekannt. Von 40 Prozent bis 80 Prozent der Gesamtkosten kann sie nach früheren Angaben eines Sachverständigen reichen. Konkrete Erkundigungen dazu scheinen bei der Regierung von Oberbayern jedoch unerwünscht zu sein. Der Planer Klaus Zeiler vom beauftragten Büro Bioplan in Weilheim hatte bei einer Sitzung offen erzählt, er sei bei einer entsprechenden Nachfrage von einem Regierungsmitarbeiter „zurechtgestutzt“ worden mit der Empfehlung, er solle sich erst mal einen Grundsatzbeschluss der Gemeinde besorgen.

Vorhaltungen wegen angeblich ungenutzt verstrichener Zeit widersprach die Bürgermeisterin. Dabei verwies sie unter anderem auf Gespräche dazu bei einer Klausur des Gemeinderats zur Jahresmitte. Der Beschluss über den Bauantrag war trotz der kritischen Anmerkungen einstimmig.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Vergessener Koffer sorgt für Sperrung - Spezialkräfte im Einsatz
Ein vergessener Koffer hat am Freitagmorgen zu einer Sperrung des S-Bahnhofs Gilching-Argelsried gesorgt. Der Eigentümer hat sich bis zum Nachmittag noch nicht gemeldet.
Vergessener Koffer sorgt für Sperrung - Spezialkräfte im Einsatz
Ein Gewitter nach dem anderen
Das Wetter sorgt für einigen Wirbel: Am Freitagabend zogen und ziehen in dichter Folge Gewitter insbesondere über den nordwestlichen Landkreis Starnberg hinweg. Es gibt …
Ein Gewitter nach dem anderen
Corona-Ausbruch bei Caterer: Lüftung wohl nicht Ursache für Infektionen
Die Lüftung war es ganz offensichtlich nicht: Nach wie vor ist unklar, wie sich das Coronavirus bei einem Gilchinger Caterer so massiv hatte ausbreiten können. 
Corona-Ausbruch bei Caterer: Lüftung wohl nicht Ursache für Infektionen
Strenge Regeln für den Betrieb im Sommerbad
Nun also doch: Die Badesaison im Gautinger Sommerbad kann beginnen. Wie die Gemeinde mitteilt, will sie das Freibad am 15. Juli öffnen. Allerdings gelten strenge …
Strenge Regeln für den Betrieb im Sommerbad

Kommentare