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Schnappschuss vor Berninis Säulen: Passanten waren begeistert von Birgit (v.l.), Vroni und Thomas Kräh in Tracht.
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Schnappschuss vor Berninis Säulen: Passanten waren begeistert von Birgit (v.l.), Vroni und Thomas Kräh in Tracht.
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Schnappschuss vor Berninis Säulen: Passanten waren begeistert von Birgit (v.l.), Vroni und Thomas Kräh in Tracht.

tutzinger gilde

Gänsehaut im Petersdom

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35 Mitglieder der Tutzinger Gilde haben ein unvergleichliches Wochenende in Rom erlebt. Mit einer beeindruckenden Messe im Petersdom: „Ich habe Gänsehaut bekommen“, sagt Gildemeisterin Carola Falkner.

Tutzing/Rom– Der Petersplatz in Rom ist immer voller Touristen. Wer den Petersdom besichtigen will, muss lange anstehen und Sicherheitschecks passieren. Die Mitglieder der Tutzinger Gilde und die anderen Trachtler und Musiker, die am Wochenende zu Ehren der Patrona Bavariae in Rom an der Grande Parata teilnahmen, bekamen eine Sonderbehandlung: „Wir sind neben der Absperrung auf den Eingang zumarschiert und nach einer kurzen Sicherheitskontrolle an den Leuten vorbei in den Petersdom eingezogen“, berichtet Gildemeisterin Carola Falkner. „Durch einen Korridor zu einer Seitenkapelle, wo 1000 Leute Platz finden.“ Dort am Kattedra-Altar war am Freitag die Messe für die Grande-Parata-Teilnehmer. „Der Gottesdienst hat mir Gänsehaut gemacht, unter dieser riesigen Kuppel – das war irre, wirklich toll.“

Carola Falkner hat sich an diesem Wochenende ein bisschen in die Ewige Stadt verliebt. Weil die Trachtler und Musiker, die aus ganz Deutschland und Österreich in Rom zusammengekommen waren, eine so wunderbare Gemeinschaft gebildet haben. Weil der eineinhalbstündige Umzug am Samstag um die Engelsburg und durch den Vatikan zum Petersplatz so beeindruckend war. „Die Italiener sind echt cool, die machen einen Umzug mit 20 Gruppen und sperren dafür die Straße – und dann machen sie nach ein paar Gruppen immer wieder auf und lassen die Narrischen mit den Autos durch“, berichtet die Gildemeisterin. Verliebt hat sie sich bei der Pasta-Party, die ursprünglich in der Engelsburg stattfinden sollte und dann kurzfristig in den Stadtteil Trastevere in ein Restaurant verlegt wurde. Carola Falkner war erst skeptisch, aber dann: „Das war so schön dort: auf einer Terrasse auf zwei Ebenen, in einem Garten unter Bäumen, die Musikgruppen haben sich gegenseitig angestachelt und nacheinander und miteinander gespielt.“ Für die Tutzinger Gilde stimmten sie eine Sternpolka an: „Wir haben unter den Bäumen getanzt.“

Der achtjährige Poldi Falkner durfte das Taferl der Gilde tragen und hatte das Gschau der Zuschauer der Parade. „Die Japanerinnen haben den Poldi von hinten umarmt und sich mit ihm fotografiert“, erzählt seine Mutter. „Er hat das gut ausgehalten.“

Die Tutzinger waren neben den Goldhauben aus Oberösterreich die einzigen in historischer Tracht. Die war natürlich heiß, aber auszuhalten. „In Taiwan war es schlimmer, da haben wir bei dieser feuchten Hitze getanzt“, sagt Falkner. Sie ist ein bisschen verliebt in Rom, obwohl die Gilde-Mitglieder fast nicht heimgekommen wären. Alitalia hat gestreikt am Sonntag, die Rückreise erfolgte per Zug. Um Mitternacht erst waren die Tutzinger daheim. Gejammert hat keiner, es war einfach zu schön gewesen.

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