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Eine weitere MVV-Buslinie verkehrt künftig durch Tutzing und Feldafing.

Öffentlicher Nahverkehr

Neue Buslinie von Bahnhof zu Bahnhof: Weitere Tutzinger Ortsteile sollen angebunden werden

Die neue Buslinie mit zwei Strecken nimmt in Tutzing am Sonntag ihren Betrieb auf. Im Tutzinger Norden gibt es künftig halbstündige Verbindungen Richtung Zentrum. Die Chancen stehen gut, dass bald auch die Ortsteile Unterzeismering und Kampberg angebunden werden.

Tutzing – Regionalbuslinien sind in Tutzing bisher rar. Doch das ändert sich bald: Gleich zwei weitere Linien des Münchner Verkehrs- und Tarif-Verbunds (MVV) wird es vom kommenden Sonntag an geben. Streng genommen ist es nur eine Linie, nämlich die „978“. Sie teilt sich aber auf zwei verschiedene, voneinander völlig unabhängige Streckenverläufe auf. Die eine, der „Weg 1“, führt vom Tutzinger zum Feldafinger Bahnhof, die zweite, „Weg 2“, vom Tutzinger Bahnhof hinauf zu den Siedlungen Luswiese, Bareisl und an der Heimgartenstraße. Bisher verkehrt vom MVV in Tutzing nur ein Regionalbus, nämlich die Linie 958 vom Bahnhof zum Kloster Andechs.

Es scheint sogar gute Chancen für eine Bus-Anbindung von Tutzinger Ortsteilen wie Unterzeismering und Kampberg zu geben. Verhandlungen darüber hat Bürgermeisterin Marlene Greinwald schon angedeutet. Der MVV hat auf Anfrage des Starnberger Merkur bestätigt, dass er dies für realistisch hält. Eine MVV-Sprecherin weist auf eine Standzeit von etwa 45 Minuten bei „Weg 2“ jede Stunde am S-Bahnhof hin. Das sei so seitens der Gemeinde und des Landkreises gewünscht und gebilligt gewesen. Diese 45-Minuten-Standzeit könne „natürlich anderweitig verwendet werden“. Die Gemeinde hat diesbezüglich bereits mit den Planern des MVV Kontakt aufgenommen, wie dessen Sprecherin bestätigt. Man denke daran, die südlichen Ortsteile der Gemeinde anzubinden. Wenn die Gemeinde dies intern besprochen habe, würden die Abstimmungen beginnen. Anschließend werde gegebenenfalls der Planungsauftrag über den Landkreis ergehen.

Angebotserweiterung schon bald?

Die Kosten einer Streckenausweitung hält der MVV wegen der Standzeiten für nicht allzu hoch, weil Fahrer und Fahrzeug ja bereits vorort stünden. Die Anbindung weiterer Ortsteile könnte relativ bald Realität werden. „Solche Angebotserweiterungen müssen nicht zum 1. September kommen, sondern können auch zu einem anderen Zeitpunkt ‚unterjährig’ in Betrieb gehen“, erläutert die MVV-Sprecherin.

Auf der Strecke vom Tutzinger zum Feldafinger Bahnhof wird es zwölf Haltestellen geben. Sie lauten Tutzing Bahnhof, Kirchenstraße, Rathaus, Neustätterstraße, Mühlfeldstraße und Klenzestraße, in Garatshausen Weylerstraße, in Feldafing die neue Klinik Artemed, Am Kirchplatz, Bahnhofstraße und Bahnhof.

Weg 2 bekommt acht Haltestellen in Tutzing: Bahnhof, Kirchenstraße, Rathaus, Von-Hillern-Weg, Bergwiesenstraße, Luswiese, Waxensteinstraße und Heimgartenstraße. Durch die Buslinien 958 und 978 wird es im Tutzinger Norden künftig halbstündlich Verbindungen in Richtung Ortszentrum und Bahnhof geben, wie Bürgermeisterin Greinwald schon erfreut angekündigt hat. Und durch die Oskar-Schüler-Straße, am Rathaus vorbei sowie die Kirchenstraße werde der Bus 978 stündlich fahren.

Laut MVV wird auf den beiden Teilstrecken je ein Minibus mit knapp neun Metern Länge und etwa zehn und 15 Sitz- und Stehplätzen fahren. Die Vertragslaufzeit der neuen Linie 978 dauert zunächst bis zum 9. Dezember 2023. Auf welcher Strecke welcher Bus verkehrt, soll den Fahrgästen eine unterschiedliche Zielbeschilderung anzeigen: Für Weg 1 „Feldafing (S)“ oder „Tutzing (S)“, für Weg 2 „Tutzing, Heimgartenstraße“ oder „Tutzing (S)“.

Lorenz Goslich

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