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Zur offiziellen Einführung der Linie 978 kamen Vertreter von Landkreis, Gemeinden und Verkehrsunternehmen zusammen.

Öffentlicher Verkehr

Neuer Mini-Bus zwischen Tutzing und Feldafing: Bis Oktober kostenlos

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Die neue Buslinie 978, die seit Anfang des Monats zwischen den S-Bahnhöfen in Tutzing und Feldafing verkehrt, ist noch den ganzen September kostenlos nutzbar.

Tutzing/Feldafing – Die Nachricht verkündete Landrat Karl Roth: „Damit jeder schon mal Mitfahren üben kann. Aber ab Oktober dann bitte mit Fahrschein“, sagte er gestern bei der offiziellen Einführung der Linie am Tutzinger Bahnhof. Erschienen waren unter anderem die beiden Bürgermeister, Mitarbeiter von Gemeinden und Landkreis sowie MVV-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch, der in Feldafing wohnt.

Sie fanden sich vor dem weiß-grün-blauen Mini-Bus ein. Beziehungsweise „Midi-Bus“: Das ist der Fachbegriff für das 9,5 Meter lange Fahrzeug mit 14 Sitzplätzen. Angesichts der Route mit Engstellen an der Heimgartenstraße hatte man sich für den kleinen Bustyp entschieden. 360 000 Euro investieren Tutzing und Feldafing sowie der Landkreis laut Roth jährlich in die neue Linie. 100 000 Kilometer sollen in einem Jahr zurückgelegt werden – vorerst bis zum Vertragsende mit dem Verkehrsunternehmen und MVV-Partner Geldhauser am 9. Dezember 2023.

Initiiert hatte das neue öffentliche Verkehrsangebot der 2017 verstorbene Tutzinger Bürgermeister Rudolf Krug. Er sei 2015 mit der Idee für eine neue Linie auf den Landkreis zugekommen.

1,50 Euro kostet nun eine Fahrt – wenn man innerhalb Tutzings oder Feldafings bleibt. Wer von der einen in die andere Gemeinde will, muss eine Einzelfahrkarte für 2,90 Euro oder zwei Streifen lösen. Nur einer ist für den Transfer per S-Bahn nötig. Diese Anmerkung erlaubte sich Feldafings Bürgermeister Bernhard Sontheim.

Die Buslinie ist zweigeteilt

In der Diskussion stand vorab die Haltestelle an der Kirchenstraße. Wie Roth erklärte, habe man sie bewusst auf halber Strecke zwischen Bahnhof und Rathaus gelegt. Außerdem soll sie das Benedictus-Krankenhaus anschließen. „Deshalb liegt die Haltestelle relativ nah an der Einmündung zur Bahnhofstraße“, sagte Roth.

Die Linie 978 ist zweigeteilt: Bus 1 fährt vom Tutzinger Bahnhof über die Hauptstraße und die Artemed-Klinik nach Feldafing, Bus 2 hinauf zu den Siedlungen Luswiese, Bareisl und an der Heimgartenstraße. Wie berichtet stehen die Chancen gut, dass bald auch die Ortsteile Unterzeismering und Kampberg angebunden werden.

Dafür machte sich der Grünen-Gemeinderat Bernd Pfitzner gestern in einer Pressemitteilung stark. Er forderte, die bisherige 45-minütige Standzeit des Busses am Bahnhof dafür zu nutzen. Damit könnten auch die Gebiete zwischen Kellerwiese und Am Kallerbach mitsamt der neuen Wohnanlage des Verbands Wohnen erschlossen werden. Landrat Roth bestätigte beim Ortstermin nochmals, dass eine Ausweitung während der Vertragslaufzeit möglich sei.

Hoffnung schürte am Ende auch MVV-Chef Rosenbusch. Man sei in intensiven Gesprächen über den Beitritt des Kreises Weilheim-Schongau zum MVV. „Das würde viele Planungen im südlichen Landkreis Starnberg einfacher machen.“ 

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