Würden sich über einen Spielplatz an dieser Stelle freuen: Traubinger Kinder und Mütter nahe der Kirche Mariä Geburt.
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Würden sich über einen Spielplatz an dieser Stelle freuen: Traubinger Kinder und Mütter nahe der Kirche Mariä Geburt.

Pfarrer findet Standort an Kirche geeignet

Zwei Spielplätze im kleinen Traubing seit langem geschlossen: Jetzt ist ein neuer in Sicht

Zwei Spielplätze in Traubing sind seit längerer Zeit geschlossen. Nun könnte es eine neue Lösung geben: auf einer Fläche bei der Kirche Mariä Geburt. Viele Traubinger Kinder hoffen auf eine positive Entscheidung.

Traubing – Einige Traubinger Kinder und ihre Eltern schauten sich gestern schon mal bei der Kirche Mariä Geburt um. Es hat sich im Dorf herumgesprochen: Auf einem Teil des Pfarrgartens könnte ein neuer Spielplatz entstehen. Das wäre ein von vielen Traubingern sehnlich erwarteter Ersatz für zwei schon vor längerer Zeit geschlossene andere Spielplätze im Tutzinger Ortsteil.

Einer von ihnen befand sich hinter dem Einheimischenmodell am Kirchlehel. Dort hatte es „wegen ständig herabfallender Äste der Buchen“ Schwierigkeiten gegeben, erinnert sich Peter Stich, der Vorsitzende der Traubinger Gemeinschaft, einer Dachorganisation der Traubinger Vereine. Beim anderen Spielplatz im Ried am Keltenweg wiederum hatte es Probleme bei der Pflege und mit Wasserschäden am Ufer des vorbeifließenden Schwarzen Grabens gegeben, die dem kommunalen Bauhof viel Arbeit bescherten. Für diesen Spielplatz hatten sich vor Jahren besonders Mitglieder der Traubinger Edelweißschützen erheblich engagiert, eine große Einweihungsfeier ist vielen Bürgern noch gut in Erinnerung.

Der Spielplatz am Keltenweg mit der beliebten Seilbahn ist seit mehr als einem Jahr geschlossen.

Die Idee eines neuen Spielplatzes neben der Kirche sorgt in Traubing für viel Vorfreude. Allen war klar, dass ein Spielplatz erforderlich ist. „Wir haben lange nach einer Lösung gesucht“, sagte Bürgermeisterin Marlene Greinwald gestern. Kinder wie Eltern hoffen nun auf eine positive Entscheidung der Kirche. Die Verhandlungen laufen gerade, bestätigte Pfarrer Leander Mikschl von der zuständigen Pfarreiengemeinschaft Pöcking gegenüber dem Starnberger Merkur. Er hält das Areal für gut geeignet. Es sei zentral gelegen und leicht zu pflegen, zudem sei der Kindergarten in der Nähe und auch die von dort über einen Fußweg erreichbare Grundschule nicht weit entfernt. Der Eingang wäre zum Ortszentrum hin. Die Lage im Ortskern sei für einen Spielplatz sinnvoller als eine Fläche am Ortsrand. Verkaufen wird die Kirche das Grundstück nicht, wie Pfarrer Mikschl sagt, aber einen langfristigen Pachtvertrag hält er für denkbar. Die Attraktion des Spielplatzes im Ried war eine von vielen Kindern gern genutzte Seilbahn. Sie ist allerdings recht lang. Ob für sie auf dem Areal neben der Kirche ausreichend Platz ist, muss sich zeigen.

Unweit vom potenziellen Spielplatz-Standort harrt ein Traubinger Dauerbrenner noch immer seiner Lösung: Die 2017 eingestürzte 340 Jahre alte Friedhofsmauer sollte nach Verzögerungen heuer endlich neu errichtet werden. Doch bisher geht nichts voran. Für viele Traubinger ist das ein Ärgernis, weil sich die Mauer praktisch mitten im Dorf befindet. Sandsäcke stützen sie auf ganzer Länge ab. „Schaut fürchterlich aus“, kommentiert Stich bitter. Die Weilheimer Straße ist an dieser Stelle verengt. Nach dem letzten bekannten Stand soll vor die alte, aus nicht mehr tragfähigen Feld- und Tuffsteinen bestehende Mauer eine Betonmauer gesetzt und 2,10 Meter unter Straßenniveau gegründet werden. Mit dem sehnlich erwarteten Neubau der Friedhofsmauer hängen weitere Aktivitäten des Ortslebens zusammen. So konnten die Traubinger aus diesem Grund bisher ihren neuen Maibaum nicht aufstellen. Eigentlich war das für dieses Jahr vorgesehen. Die Kosten für die neue Friedhofsmauer sind mit 420 000 Euro genannt worden. Bezahlen muss das die Kirche – zum größten Teil das Bistum Augsburg.

Lorenz Goslich

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