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Erste Erfahrungen im Offshore-Segeln sammelten die Tutzinger 2017 beim North Stream Race. Damals hatten sie ihre Feuertaufe auf hoher See hervorragend bestanden. 

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Nord-Süd-Bündnis für Olympia 2024

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Der Deutsche Touring Yacht-Club startet mit der Segelkameradschaft „Das Wappen von Bremen“ eine Olympiakampagne. 2024 in Paris wollen die Tutzinger mit den Nordlichtern in der neu ins Programm genommenen Disziplin Offshore bei den Sommerspielen dabei sein.

Tutzing – Nadine Böhm und Ann-Christin Goliaß, Theresa Löffler und Lena Stückl sowie Simon Gorgels heißen die Segler des Deutschen Touring Yacht-Clubs (DTYC), die sich aktuell in ihren jeweiligen Bootsklassen für das Ticket zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio bewerben. Die Tutzinger denken jedoch nicht nur an Japan, sondern schon an Paris 2024. Gemeinsam mit der Segelkameradschaft „Das Wappen vom Bremen“ hat der DTYC eine Kampagne gestartet, um in fünf Jahren ein Offshore-Segel-Team nach Frankreich zu entsenden. „Wir freuen uns auf die neue Offshore-Disziplin“, sagt Christian Teichmann. Der zweite Vorsitzende des DTYC ist begeistert von dem Entschluss des Segelweltverbandes, erstmals in dieser spektakulären Klasse olympische Medaillen zu verteilen.

Teichmann zögerte nach Bekanntwerden der Entscheidung, die das Gremium Anfang November bei ihrer Jahrestagung in London getroffen hatte, nicht lange, um die Kampagne auf den Weg zu bringen. Schließlich hatten die Tutzinger schon vorher, ohne es zu wissen, wichtige Voraussetzungen für eine solche Initiative eingeleitet. Seit 2017 verbindet sie eine strategische Partnerschaft mit den Bremern, die in der Offshore-Szene zu den führenden deutschen Clubs zählen. Enge Bande unterhalten die Oberbayern auch mit der Société Nautique de la Trinité sur Mer in der Bretagne. „Dadurch haben wir einen erstklassigen Zugang zur französischen Offshore-Elite und hervorragende Trainingsbedingungen“, stellt Teichmann zufrieden fest, der für das Olympia-Team des Touring verantwortlich zeichnet.

An geeigneten Talenten für den neuen Wettbewerb, der vor Marseille ausgetragen werden soll, mangelt es beiden Vereinen nicht. Sowohl Bremen als auch Tutzing sind in der Segel-Bundesliga mit jungen Teams vertreten. Während der SKWB auf eine lange Tradition im Offshore-Bereich zurückblicken kann, sind die Tutzinger in dieser Disziplin praktisch noch Frischlinge. Allerdings haben sie 2017 ihre Feuertaufe beim North Stream Race hervorragend bestanden. Das Reservoir an eigenen und fremden Seglern mit Potenzial ist groß. „Erste Sportlerinnen und Sportler haben wir bereits identifiziert, auch interessierte Umsteiger aus den anderen Bootsklassen“, erklärt Bodo Mall, der bei den Hanseaten für Jugend und Ausbildung zuständig ist.

Obwohl vom Weltverband noch nicht einmal die Bootsklasse bekannt gegeben wurde, in denen die Wettbewerbe ausgetragen werden, haben beide Clubs schon ins Auge gefasst, ein „Center of Excellence“ aufzubauen, das ambitionierte Segler im Offshore-Bereich unterstützen soll. Außerdem wird eine enge Kooperation mit dem Deutschen Segler-Verband und den jeweiligen Landesverbänden angestrebt. „Wir sind zuversichtlich, zusammen mit dem DTYC ein Team zu Olympia 2024 nach Frankreich schicken zu können“, freut sich Mall schon auf die kommende Herausforderung.

Die Plätze im Boot werden jedoch streng limitiert sein. Dem Weltverband schwebt ein Kielboot vor, das von einem gemischten Team aus zwei Personen gesegelt wird. Es soll zwischen sechs und zehn Meter lang und in der Lage sein, sowohl bei geringen als auch bei hohen Windstärken eine gute Rolle zu spielen. Der Konkurrenzkampf um die zwei begehrten Startplätze im Boot wird groß werden. Böhm und Goliaß sowie Löffler und Stückl lassen grüßen.

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