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Grund zur Freude: Dr. Andreas Kapphan vom Kulturverein Garatshausen (l.) und Feldafings Bürgermeister Bernhard Sontheim stehen vor der Albers-Villa, die nun unter Denkmalschutz steht. 

Haus in Garatshausen

Petition erfolgreich: Albers-Villa am Starnberger See ist Denkmal

  • vonSandra Sedlmaier
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Die Albers-Villa in Garatshausen steht seit Mittwochnachmittag unter Denkmalschutz. Der Wissenschaftsausschuss des Landtags befürwortete eine Petition des Kulturvereins Garatshausen. Zudem beschloss der Ausschuss, dass die Villa, die dem Freistaat gehört, öffentlich genutzt werden soll. Nun muss ein Konzept dafür her.

Garatshausen –  „Das ist die zweite Petition, mit der wir Erfolg haben“, sagt Dr. Andreas Kapphan vom Kulturverein Garatshausen. 2012 hatte der Verein mit einer Petition verhindert, dass der Freistaat die Villa verkauft.Über den Erfolg freut sich Kapphan aber nur verhalten. Es sei toll, dass die Villa nun geschützt sei und einer öffentlichen Nutzung zugeführt werden solle. „Mir ist aber nicht klar, ob auch der Park dabei ist.“

Hans Albers lebte von 1935 bis zu seinem Tod 1960 in seiner Garatshauser Villa.

Die Landtagsabgeordnete Dr. Ute Eiling-Hütig (CSU) aus Feldafing war Berichterstatterin im Wissenschaftsausschuss und brachte die Petition per Videoschaltung im Maximilianeum vor. „Es ist eine der wenigen Villen mit Seezugang. Es wäre schön, wenn wir sie der Öffentlichkeit zugänglich machen“, sagte sie. Sie berichtete von der positiven Stellungnahme des Landesamts für Denkmalschutz. Auch ihr Mitberichterstatter Dr. Wolfgang Heubisch (FDP) gab eine positive Bewertung ab. Eine öffentliche Nutzung sei sicher möglich. „Auch das Buchheim-Museum ist ja nicht weit.“

Villa aus dem Jahr 1865

Wie berichtet, hatte das Landesamt in der Villa aus dem Jahr 1865, den Nebengebäuden, dem Bootshaus und dem Park Zeugnisse sämtlicher baulicher Epochen ausgemacht. Zudem war die christlich-jüdische Liebesgeschichte des Schauspielers Hans Albers und seiner Frau Hansi Burg ausschlaggebend für die positive Bewertung. Albers hatte die Villa 1935 gekauft. Bis 1939 lebte er unerkannt mit seiner jüdischen Frau in Garatshausen. 1939 verließ Hansi Burg Deutschland und kehrte 1945 zurück.

Feldafings Bürgermeister Bernhard Sontheim freut sich über das Votum des Ausschusses. Sein Wunschpartner für Erstellung und Ausführung einer öffentlichen Nutzung ist der Kulturverein Garatshausen. „Finanziell kann das der Verein nicht allein stemmen. Da müssen sich Freistaat oder Gemeinde engagieren.“ Der Verein hatte schon 2011 Ideen für ein Café mit musealer Nutzung vorgelegt. Ein fertiges Konzept für eine jüdische Gedenkstätte gibt es laut Eiling-Hütig vom Verein Respect & Remember Europe. Das lehnt Sontheim ab. „Es würde nur einen kleinen Teil der Geschichte des Hauses abdecken.“ 

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