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Gläsern und ein Laternengeschoss: Die Planung für den Neubau der IT-Firma Lobster auf dem früheren Roche-Gelände stieß im Tutzinger Gemeinderat auf reichliches Wohlwollen.

Früheres Roche-Areal

Viel Lob für Lobster-Pläne

Die Pläne für das zweite neue Gebäude auf dem früheren Gelände der Firma Roche haben im Tutzinger Gemeinderat überzeugt. Aber auch kritische Stimmen wurden in der jüngsten Ratssitzung laut. Sie betrafen den benachbarten Gewerbebau „FourSite“.

Tutzing – Quer durch die Parteien und Gruppen war die Zustimmung einhellig: Der Entwurf für das zweite neue Gebäude auf dem Ex-Roche-Gelände ist im Tutzinger Gemeinderat auf viel Wohlwollen gestoßen und einstimmig befürwortet worden. Verbunden wurde dies mit Plädoyers fürs Gewerbe, das Tutzing dringend benötige. Aber auch Kritik am benachbarten Gewerbekomplex „FourSite“ klang durch. Den halte sie für „nicht besonders gelungen“, sagte Bürgermeisterin Marlene Greinwald.

Demgegenüber macht die neue Planung für das von der IT-Firma Lobster erworbene Teilgrundstück nach Auffassung des Ortsplanungsreferenten Wolfgang Marchner (Bürger für Tutzing) „einen städtebaulich guten Eindruck“. Markant sind eine weitgehende Verglasung rundherum mit beweglichen Metall-Lamellen sowie ein Turm an einem Eck hin zur Bräuhausstraße. Der Planer Jochen Twiehaus sprach gegenüber dem Starnberger Merkur von „sehr hoher Transparenz und Offenheit“. Der 16,35 Meter hohe Haupttrakt ist vierstöckig, der Turm setzt an einem Eck einen fünften Stock oben drauf, womit das Gebäude an dieser Stelle 20,65 Meter hoch werden soll, 2,30 Meter höher als „FourSite“.

Diese Höhe führte im Gemeinderat zu einigen Diskussionen. Twiehaus begründet sie mit den von der Arbeitsstätten-Richtlinie vorgegebenen Raumhöhen. Marchner warnte aber vor einer Ausstrahlung der Erhöhung auf die weiteren drei auf dem Areal vorgesehen Gebäude.

Eine Tiefgarage unter dem Lobster-Bau, verbunden mit einer weiteren unter dem Simson, soll größer werden als bisher vorgesehen. Einer unterirdischen Vergrößerung des Baufeldes hierfür hat der Gemeinderat ebenfalls zugestimmt. Lobster will aber nur einen Teil dieser Stellplätze selbst nutzen, weil viele Mitarbeiter mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen würden.

Die in Tutzing gegründete und derzeit in Pöcking ansässige Firma Lobster sei ein regionales Unternehmen, das mit großen internationalen Unternehmen in Wettbewerb stehe, sagte Bürgermeisterin Greinwald, und fügte hinzu: „Wir freuen uns sehr, dass sie nach Tutzing zurückkommt.“ Sie verwies auf Expansionspläne der Firma, die die Belegschaft von derzeit 100 Mitarbeitern bis 2020 auf 150 Personen und bis 2025 auf 220 Beschäftigte vergrößern sollen.

Von Lorenz Goslich

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