Mädchen klaut Papas Autoschlüssel und unternimmt Spritztour mit Cousin (7) - es geht böse aus

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Am Starnberger See-Bahnhof hat ein Taxifahrer Rollstuhlfahrer Rüdiger Bollig aufgenommen und heimgefahren. 

Langes Warten auf Ersatzverkehr

Rollstuhlfahrer findet erst nach acht Stunden ein Taxi

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Rüdiger Bollig ist auf die Deutsche Bahn nicht gut zu sprechen. Zum wiederholten Mal hat der Rollstuhlfahrer Probleme bekommen, weil die Bahn wegen einer Störung auf Schienenersatzverkehr umsteigen musste. Allerdings war das aktuelle Dilemma für den 53-jährigen Frührentner, der nach einem Unfall auf den Rollstuhl angewiesen ist, von einem bislang einmaligem Ausmaß.

Tutzing– Rüdiger Bollig wollte am Donnerstagabend nach einem Treffen mit Bekannten vom Starnberger Bahnhof Nord mit der S6 nach Tutzing fahren, wo er lebt. Um 22.30 Uhr erfährt er über die Anzeige am Bahnsteig, dass sich der nächste Zug um 24 Minuten verspätet. Wenig später wird er wegen einer Störung zwischen Starnberg und Tutzing auf Schienenersatzverkehr verwiesen. Bollig wartet vor dem Bahnhof Nord. Geraume Zeit passiert nichts. Endlich kommen erste Taxis aus München. Andere, nicht behinderte Fahrgäste sind schneller als der Tutzinger und schnappen ihm die Fahrzeuge vor der Nase weg. Besonders glücklich ist Bollig auch nicht mit dem Ersatzverkehr mittels Taxi: „Viele Fahrer nehmen mich nicht mit, weil ihnen das mit meinem Elektrorollstuhl und dem schweren Akku zu umständlich ist.“ Er lenkt seinen Rolli zum Bahnhof See, muss aber auch dort warten. Um 6.30 Uhr schließlich, acht Stunden später, lässt ihn ein Taxler einsteigen und bringt ihn nach Tutzing.

„Die Bahn tut nichts für uns Rollstuhlfahrer, wenn wegen einer Störung der Zugverkehr ausfällt“, klagt Bollig. Wiederholt hat er sich an das Unternehmen gewandt, „aber niemals habe ich eine Antwort bekommen“, erklärt der Tutzinger resigniert.

Auf den Vorfall angesprochen, entschuldigt sich die Bahn „bei dem Kunden für die Unannehmlichkeiten“. Eine Bahnsprecherin teilt weiter mit: „Wir empfehlen mobilitätseingeschränkten Fahrgästen, die an einem Bahnhof Hilfe brauchen, unsere 3-S-Zentrale, z (089) 13 08 10 55, zu kontaktieren. Die Mitarbeiter nehmen Meldungen und Notrufe entgegen und veranlassen mögliche Hilfsmaßnahmen.“ 

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