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Die Hauptstraße in Tutzing soll ab dem kommenden Jahr ausgebaut und umgestaltet werden. „Jetzt entscheidet sich, ob Tutzing ein Straßenort oder eine lebendige Gemeinde wird“, sagt Anton Maier vom ADFC.

Sanierung der Hauptstraße

Forderung: Tempo 30 an den Schulen

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Der Baubeginn an der Tutzinger Hauptstraße rückt mit Riesenschritten näher, dennoch besteht im Ort nach wie vor erheblicher Diskussionsbedarf, wie sich am Dienstagabend zeigte.

Tutzing – Gut 40 Anlieger der Hauptstraße – unter ihnen auch zwei Missionsbenediktinerinnen – waren auf Einladung des ADFC am Dienstagabend in den Roncallisaal gekommen, um sich über den geplanten Ausbau der Hauptstraße zu informieren und ihre Meinung und Wünsche zu dem Vorhaben zu äußern.

Martin Held, der für den ADFC im Arbeitskreis der Gemeinde zum Hauptstraßenausbau sitzt, berichtete über die Sitzung am 4. Oktober, bei der weitreichende Änderungswünsche formuliert wurden. Diese betreffen vor allem den südlichen Teil der Hauptstraße, der im ersten Bauabschnitt umgestaltet werden soll.

Laut Held sieht der Zeitplan für diesen Bereich folgendermaßen aus: Im November soll ein weiteres Bürgerforum stattfinden und dabei der aktuelle Planungsstand vorgestellt werden. Anfang 2018 werde dann der Gemeinderat endgültig beschließen, was wie gebaut werden soll, nach Ausschreibung und Vergabe im April 2018 könnten frühestens im Juni die Bagger anrollen.

In der anschließenden Diskussion ging es – wie auch in der Einladung angeregt – vor allem um die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer. Nach der Demo im Sommer, bei der die Schüler zeigten, dass die heutige Gehwegbreite von 1,50 Meter viel zu schmal ist, um gefahrlos zur Schule und wieder nach Hause zu kommen, geht man jetzt von 2,50 Meter aus. Das würde bedeuten, dass die Straße an dieser Stelle nur noch 6,50 Meter breit wäre.

Intensiv diskutiert wurde laut dem ADFC-Kreisvorsitzenden Anton Maier auch die Frage, ob an der Schule eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden soll. „Der Bundesrat hat einen entsprechenden Beschluss gefasst, der dies ermöglichen würde, in Bayern wird dieser bislang aber nicht umgesetzt“, so Maier.

Die Vertreter beider Schulen hätten auch darauf hingewiesen, dass der durch die Elterntaxis verursachte Bring- und Holverkehr an den Schulen bislang in den Planungen überhaupt nicht berücksichtigt worden sei. Da müsse nachgebessert werden, eventuell durch geeignete Halteflächen in der Bahnhofstraße und sichere Möglichkeiten, die Hauptstraße in diesem Bereich zu überqueren.

Im Anschluss an die Veranstaltung hätten sich 17 Interessenten gefunden, die eine ADFC-Ortsgruppe in Tutzing gründen wollten, so Maier. „Das wäre für mich als Kreisvorsitzenden natürlich traumhaft, wenn das klappen würde“, sagte er weiter.

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