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Kräftig mit angepackt: Auch zahlreiche Flüchtlinge haben gestern in Tutzing mitgeholfen, Koffer mit Kleidung zu packen und für den Abtransport ins Hochwassergebiet nach Simbach am Inn zu verladen.

Hilfe für Flutopfer

Die Schnellsten im Landkreis

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Tutzing - Eine Welle gegen die Folgen der Flut: In Tutzing haben sich binnen kurzer Zeit mehr als 50 Helfer zusammengetan, um Hochwasser-Opfern in Niederbayern zu helfen. 

Stolz! Das dürfen Angelika Pfaffendorf und Ronny Brautzsch zu Recht sein. Denn was sie binnen kürzester Zeit in Tutzing auf die Beine gestellt haben, um den vom Hochwasser geschädigten Menschen in Simbach am Inn zu helfen, das ist weiß Gott aller Ehren wert.

Ronny Brautzsch ist nicht nur Hallenwart der Würmseehalle, sondern auch Mitglied der „Rolling Ducks“, einem lockeren Verein von Freunden amerikanischer Autos. Und Angelika Pfaffendorf ist die nimmermüde Helferin vom Ökumenischen Unterstützerkreis Tutzing, die sich seit geraumer Zeit für Flüchtlinge engagiert.

Erst am Montagnachmittag hatten die beiden den ersten Kontakt: Brautzsch und seine Spezln wollen mit Kleidern in Simbach helfen, Pfaffendorf und ihre Mitstreiter betreuen die Sachspenden-Zentrale in der ehemaligen Schwimmhalle. Und schon hat’s sozusagen gefunkt.

„Ich bin platt“, sagt Angelika Pfaffendorf gestern im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. „Hier werden pausenlos Sachen abgeladen.“ Kistenweise Kleidung für Damen, Herren und Kinder brachten Menschen in der Greinwaldstraße vorbei. Dazu waren binnen kürzester Zeit 40 bis 50 Helfer gefunden, die die Sachen entgegennahmen, sortierten und schließlich – zusammen mit Kleidung aus dem Bestand – zu insgesamt 100 großen Paketen packten: Umzugskartons, Kisten, Koffer... An die 30 Helfer waren übrigens Flüchtlinge. „Das war denen eine Ehre“, berichtet Pfaffendorf. „Und sie wussten alle, was in Simbach los ist.“

Die Kisten und Koffer kamen jetzt in die Würmseehalle, wo sie Brautzsch und seine Mitstreiter am Freitag abholen und im Konvoi zunächst ins niederbayerische Eichendorf bringen wollen. „Wir haben Freunde in der Region. Da wollen wir einfach helfen“, betont er. Und auf die Aktion dürfen alle Beteiligten wirklich stolz sein. 

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