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Viel Arbeit wartet auf Lena Stückl und Theresa Löffler. Die Seglerinnen vom Deutschen Touring Yacht-Club Tutzing wollen sich für die Olympischen Spiele 2020 qualifizieren.

Segeln

Der weite Weg nach Tokio

Der Sieg bei der Berliner Meisterschaft der 470er hat Theresa Löffler und Lena Stückl auf den Geschmack gebracht. Die Crew aus dem Deutschen Touring Yacht-Club hofft, den Erfolg möglichst bald zu wiederholen.

Tutzing – Bisher ist die Ausbeute der beiden Tutzingerinnen, die sich selbstbewusst als „das deutsche 470er Team für Tokio 2020“ bezeichnen, recht überschaubar: Ein zwölfter Platz bei der Junioren-Europameisterschaft auf dem Gardasee und Rang 15 bei den Internationalen Deutschen und Schweizer Meisterschaften auf dem Bodensee. Die nationale Konkurrenz um das Olympiaticket weist da schon ganz andere Resultate auf.

Bessere Platzierungen waren, nüchtern betrachtet, aber auch nicht zu erwarten. Segeln betreiben die beiden Olympionikinnen in spe momentan nur nebenbei. Stückl baut zurzeit ihren Bachelor, und Löffler steht vor ihrem letzten Schuljahr, bevor sie im Frühjahr ihr Abitur schreibt. Irgendwie dazwischen packen die beiden jungen Damen hin und wieder eine Trainingseinheit oder eine Regatta. Meistens dann, wenn vor lauter Lernen der Kopf zu rauchen beginnt.

Über Allerheiligen ließen sie sich im slowenischen Izola von Dustin Baldewein in die Feinheiten des 470ers einführen. Beim Härtetest in Triest ging dann einiges schief.

Einmal kam die Crew zu spät zum Start, ein anderes Mal war sie zu früh dran. Da halfen ein erster, ein zweiter und ein siebter Rang auch nicht mehr, um bei der nationalen Ausscheidung der Italiener weit nach vorne zu kommen. Mehr als Platz acht war nicht drin, was die beiden aber recht nüchtern kommentierten: „Die Devise für die nächste Regatta lautet: Mehr Zahlen, weniger Buchstaben.“ Das ist auch angeraten, denn das Ergebnis bei der Trofeo Princesa Sofia im März vor Mallorca zählt genauso zur Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Aarhus wie das Resultat von der Kieler Woche.

Die Termine überschneiden sich aber zum Teil mit den Alltags-Verpflichtungen der Seglerinnen. Im späten Frühjahr wollen sie an Schule und Universität ihren Abschluss machen. Locker lassen möchten sie trotz der Belastungen nicht. Über den Jahreswechsel trainieren sie vor Palamos, Ende Januar auf Mallorca. Es ist ein weiter Weg nach Tokio, aber für Olympia lohnt er sich allemal.  hch

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