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Wasserwacht zeigt Söder, wo’s klemmt: Ministerpräsident zu Gast am Starnberger See

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Von: Laura Forster

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Ehrenamtliche der Wasserwacht kamen am Samstagnachmittag aus ganz Bayern für den Besuch von Ministerpräsident Markus Söder (Mitte) nach Tutzing. 
Ehrenamtliche der Wasserwacht kamen am Samstagnachmittag aus ganz Bayern für den Besuch von Ministerpräsident Markus Söder (Mitte) nach Tutzing.  © Jörg Koch/ Bayerische Staatskanzlei

Was die Wasserwacht Bayern tagtäglich leistet, davon hat sich Markus Söder am Samstag in Tutzing ein Bild gemacht und auch selbst Hand angelegt.

Tutzing – Zwei Stunden war Ministerpräsident Dr. Markus Söder am Samstagnachmittag zu Besuch bei der Ortsgruppe Tutzing der Kreiswasserwacht, hat sich über die aktuelle Lage informiert, Probleme angehört und ist als ausgebildeter Rettungsschwimmer sogar bei einer Übung auf dem See mitgefahren. „Bayern ist ein Land des Wassers. Und die Wasserwacht gehört untrennbar dazu. Hier wird Leben gerettet. Wir sind dankbar und stolz auf die Ehrenamtlichen und ihre hochqualifizierte Arbeit“, sagte er.

Söder zu Besuch bei Wasserwacht am Starnberger See

Organisiert wurde der Termin von den Landesvorsitzenden der Wasserwacht Bayern, Thomas Huber und Benjamin Taitsch. „Das Ziel war es, Ministerpräsident Söder über die Wasserwacht und den Katastrophenschutz zu informieren – sowie Schwierigkeiten anzusprechen“, sagt Andreas Fischer, Technischer Leiter der Kreiswasserwacht Starnberg, im Gespräch mit dem Starnberger Merkur.

Nach einer kurzen Führung durch die in die Jahre gekommene Wachstation, einer Demonstration der Tauchausrüstung und des Gerätewagens für Wasserrettungen ging es für Söder und einen Teil der rund 40 Ehrenamtlichen, die vor Ort waren, auf den Starnberger See. „Wir haben einen Unfall nachgespielt, bei dem ein Segler verunglückt ist“, sagt Fischer.

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Söder nimmt an Übung teil – mit Beatmung

Mehrere Rettungsboote und ein Rescue-Water-Craft, ein speziell für die Wasserrettung umgerüsteter Jetski, eilten zur Hilfe. „Der Ministerpräsident war vor seiner politischen Karriere selbst Rettungsschwimmer bei der Wasserwacht und hat eine Beatmung an der Puppe durchgeführt“, so der Technische Leiter.

Als ausgebildeter Rettungsschwimmer half Markus Söder bei einer Beatmungsübung auf dem See.
Als ausgebildeter Rettungsschwimmer half Markus Söder bei einer Beatmungsübung auf dem See. © Jörg Koch/ Bayerische Staatskanzlei

Der Besuch Söders in Tutzing war für die Kreiswasserwacht eine besondere Ehre und wichtige Möglichkeit, dem Ministerpräsidenten Schwachstellen aufzuzeigen. „Wieso genau wir ausgesucht wurden, weiß ich nicht, aber Starnberg hat einen guten Ruf als leistungsstarke Gruppe“, erklärt Fischer.

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Wasserwacht in Tutzing: Massiver Handlungsbedarf

Der Vorstand entschied sich jedoch gegen die Station in der Kreisstadt und für die Ortsgruppe Tutzing als Veranstaltungsort – und zwar aus einem bestimmten Grund. „Im Gegensatz zu Starnberg muss in Tutzing einiges gemacht werden. Die Holzhütte der Wachstation fault vor sich hin, das Boot ist in einem Zelt untergebracht. Es herrscht massiver Handlungsbedarf. Wer neu als Aktiver in die Wasserwacht eintritt, will vernünftiges Arbeitsmaterial, Kleidung und eine ordentliche Anlage haben.“

Ohne die finanzielle Unterstützung der Politik seien Verbesserungen jedoch schwer möglich. „Bei solchen Beträgen reicht es nicht, mit der Spendendose durch den Ort zu gehen“, sagt Fischer. Dass bei vielen Ortsgruppen etwas geändert werden muss, weiß auch der Ministerpräsident. „Konkrete Unterstützung gibt es zwar noch nicht, aber wir haben einige mündliche Zusagen, auch von Staatsminister Joachim Herrmann“, so Fischer.

Während seines Termins bei der Wasserwacht in Tutzing habe sich Söder interessiert und engagiert gezeigt. „Auf mich hat er einen sehr umgänglichen und bürgernahen Eindruck gemacht. Ein insgesamt gelungener Tag“, resümiert der Technische Leiter der Kreiswasserwacht.

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