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Engagierte in Tutzing: Wasserwacht-Vorsitzender Matthias Jilg (l.) freut sich über Spenden. Maximilian Harthauser, Betreiber des Bistros Flimmi’s, organisiert die Aktion mit seiner Familie.

Spendenaktion

Hilfe in dritter Generation

Alljährlich gibt es in Tutzing eine Spendenaktion für einen sinnvollen Zweck. Die Familie Harthauser organisiert sie diesmal für die Wasserwacht. Die braucht dringend Geld für die Sanierung ihrer Station beim Südbad.

Tutzing – Bei der Tutzinger Familie Harthauser hat es schon Tradition: Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit sammelt sie Spenden, um sie einem guten Zweck für die Allgemeinheit in ihrem Heimatort und seiner Umgebung zuzuführen – mittlerweile in dritter Familiengeneration.

Begonnen hatten mit den Spendenaktionen Rita und Dieter Harthauser, die lange das Kino Kurtheater geführt und zusätzlich im selben Gebäude an der Kirchenstraße die Gaststätte Film-Taverne gegründet hatten. Ihr Sohn Robert und ihr Enkel Maximilian Harthauser führten diese Idee immer weiter fort. Für alle möglichen Aktivitäten und Initiativen haben sie gesammelt, von den Behindertenwerkstätten in Machtlfing über die Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr bis zu den „Helfern vor Ort“.

In diesem Jahr ist die Tutzinger Wasserwacht an der Reihe, die dringend Geld für umfangreiche Sanierungsarbeiten ihrer Station beim Südbad benötigt. Er selbst sei in keinem Verein, sagt Robert Harthauser, aber die Bürger könnten viel helfen: „Wenn jeder ein bisserl was tun würde, wäre viel gewonnen.“

Die Organisatoren um Maximilian Harthauser, der in der Kirchenstraße das Bistro „Flimmi’s“ betreibt, bitten Geschäfts- und Privatleute um Wertgutscheine. Sie können dafür später Spendenquittungen bekommen.

Bei der Wasserwacht löst die Unterstützung viel Begeisterung aus. „Wir freuen uns tierisch darüber“, sagte der Vorsitzende Matthias Jilg gesternim Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Denn der Unterstützungsbedarf ist groß. An mehreren „Baustellen“ laufen die Arbeiten schon seit einiger Zeit.

Der neue Rettungssteg wird gerade aufgebaut. Der alte, mittlerweile abgebaute Steg war zu schmal, sein Unterbau marode. Das Dach der Hütte ist an mehreren Stellen undicht. Allein eine erforderliche neue Seilwindanlage kostet 18 000 Euro; die bisherige Anlage ist nicht mehr abnahmefähig. An den Wochenenden ist ein harter Kern von etwa 20 Wasserwacht-Mitgliedern regelmäßig im Einsatz, um durch Eigenleistung so viel Geld wie möglich zu sparen. Es hat auch schon mehrere Spenden gegeben, doch das Geld reicht noch lange nicht.

Da sind solche Hilfsaktionen wie durch die Familie Harthauser höchst willkommen. Ähnlich war es, als eine Aktion den „Helfern vor Ort“ für deren neues Auto gewidmet war. Bei der Verlosung war das Bistro gerammelt voll. Heuer unterstützt die Aktion auch die Aktionsgemeinschaft Tutzinger Gewerbetreibender (ATG). Ihr Vorsitzender Roberto Mestanza kündigt ein Gutscheinsystem an. Am Samstag, 23. November, findet im Flimmi’s ab 21 Uhr die Verlosung mit anschließender „Blaulicht-Party“ statt. Dann kann auch Bargeld gespendet werden.

Von Lorenz Goslich

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