+
Bei der Vermisstensuche im Starnberger See waren am Mittwochabend auch Rettungsboote von Wasserwacht und DLRG im Einsatz.

Vor dem Midgardhaus

Person vermisst? Dramatische Suche im Starnberger See beendet - Rätsel bleibt vorerst ungeklärt

  • schließen
  • Florian Naumann
    Florian Naumann
    schließen
  • Katja Brenner
    Katja Brenner
    schließen

Ein Großaufgebot an Rettungskräften hat am Mittwochabend nach einer möglicherweise vermissten Person im Starnberger See gesucht. Allein sechs Boote waren vor dem Midgardhaus in Tutzing im Einsatz

  • Ein Fund einer Passantin am Ufer des Starnberger Sees hat die Retter am Mittwoch zu einer großén Suchaktion veranlasst.
  • Allein 50 Rettungskräfte waren im Einsatz.
  • Die komplizierte Suche lief bis weit in den Abendstunden.

Update 9. Januar, 13.38 Uhr: Die Suche nach der möglicherweise vermissten Person wird bis auf Weiteres nicht wieder aufgenommen. Das erklärte ein Sprecher der Starnberger Polizei gegenüber dem Starnberger Merkur. Grund dafür sei auch, dass keine Vermisstenanzeige vorliege.

Person vermisst? Dramatische Suche im Starnberger See beendet - Fotos zeigen Einsatz

Update 22.48 Uhr: Der großangelegte Sucheinsatz am Starnberger See in Tutzing ist vorüber - ein Ergebnis hat er nicht erbracht. Eine Person sei am Abend im kalten Seewasser nicht gefunden worden, die Polizei habe die Suche beendet, bestätigte DLRG-Sprecher Walter Kohlenz soeben auf Anfrage. Unklar bleibt somit vorerst, was es mit den am Ufer gefundenen Kleidungsstücken auf sich hatte (siehe Erstmeldung).

Update 22.10 Uhr: Weiterhin tappen die zahlreichen Helfer am Starnberger See buchstäblich im Dunkeln: Eine erste Spur bei der Suche nach einer mutmaßlich vermissten Person im eiskalten Gewässer habe sich als falsch herausgestellt, sagte der Einsatzleiter der großangelegten Aktion Merkur.de: Ein auf dem Sonar erkennbares Gebilde habe sich als Baumstamm entpuppt.

In diesen Minuten gehen die Einsatzkräfte anderen Indizien nach: Ein Wasserflächensuchhund habe eine weitere Fährte entdeckt. Diese werde abgeklärt - sollte es auch hier keinen Fund geben, werde man die Suche abbrechen, hieß es vonseiten der Einsatzleitung. Von Beginn war unklar, ob tatsächlich ein Mensch im See verschwunden ist, oder ob lediglich ein Passant Schuhe und Socken am Ufer stehen ließe (siehe unten).

Update 21.25 Uhr: Die Suche nach einer möglicherweise vermissten Person im Starnberger See bei Tutzing läuft weiterhin auf Hochtouren. Bislang gebe es keinen Fund oder neue Erkenntnisse, sagte ein Sprecher der DLRG vor wenigen Minuten auf Anfrage von Merkur.de.

Erstmeldung: Person vermisst? Dramatische Suche im Starnberger See

Tutzing – Dramatische Suchaktion im Starnberger See: Ein Großaufgebot an Rettungskräften hat dort am Mittwochabend nach einer möglicherweise vermissten Person gesucht. Allein sechs Boote wurden vor dem Midgardhaus in Tutzing zu Wasser gelassen.

Gegen 17 Uhr hatte eine Passantin die Polizei alarmiert. Sie war mit ihrem Kind auf der Seepromenade unterwegs und hatte am Ufer ein Paar Schuhe samt Socken entdeckt. Von einem Besitzer sei jedoch nichts zu sehen gewesen, berichtete ein Sprecher der Starnberger Polizei auf Anfrage des Starnberger Merkur. Auch nach einer längeren Zeit sei niemand gekommen, um die Schuhe wieder abzuholen oder anzuziehen. Daraufhin verständigte die Frau die Polizei.

Tutzing: Suchaktion im Starnberger See - zahlreiche Helfer im Einsatz

In der Folge lief ein groß angelegter Rettungseinsatz an. Dabei waren insgesamt rund 50 Kräfte von der DLRG Pöcking-Starnberg, der Feuerwehr Tutzing, der BRK-Wasserwachten Tutzing, Starnberg, Feldafing und Ammerland, des Rettungsdienstes und der Polizei im Einsatz. Hinzu kamen die Rettungshundestaffeln der DLRG sowie der Malteser aus Dachau, wie DLRG-Sprecher Walter Kohlenz und der Einsatzleiter des Wasserrettungsdienstes, Robert Lettenbauer, erklärten.

Sechs Boote wurden zu Wasser gelassen, um von dort aus den See vor dem Midgardhaus abzusuchen. Durch Sonar habe es im Verlauf der Suche „eine Feststellung“ gegeben, erklärte Lettenbauer – etwa 20 Meter vom Ufer entfernt in rund 14 Metern Tiefe. Um was es sich dabei handelte, war zunächst nicht bekannt. Im Verlauf des Abends gingen Rettungstaucher ins Wasser, um die Stelle genau abzusuchen.

Der See hat derzeit eine Temperatur von nur wenigen Grad Celsius, weswegen sich Menschen ohne Schutzanzüge dort nur wenige Minuten aufhalten können.  

Im fränkischen Würzburg war erst am Dienstag im Main ein trauriger Fund gemacht worden.

Seit Freitag fehlt von Konstantin B. in Wolfratshausen jede Spur. Jetzt bittet die Polizei um Hilfe aus der Bevölkerung.

Seit Sonntag (16. Februar) wird in Regensburg ein 26-Jähriger vermisst. Er verließ seine Wohnung und kehrte nicht zurück. Jetzt geht die Polizei an die Öffentlichkeit.

ps/kb/fn

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Feuer wütet in Waldstück bei Herrsching
Ein ausgedehnter Waldbodenbrand auf einer Fläche von vier Fußballfeldern hat am Dienstagnachmittag mehr als 100 Feuerwehrleute unweit von Herrsching in Atem gehalten. …
Feuer wütet in Waldstück bei Herrsching
Tödlicher Unfall am Ammersee: Autofahrerin übersieht Motorrad - Fahrer hat keine Chance
Auf der Staatsstraße 2070 bei Inning übersah eine Autofahrerin einen Motorradfahrer. Der Mann wurde in eine Klinik gebracht - doch für ihn kam jede Hilfe zu spät.
Tödlicher Unfall am Ammersee: Autofahrerin übersieht Motorrad - Fahrer hat keine Chance
Mehr als 400 Fälle im Landkreis - Dritter Todesfall in der Statistik - Bürgermeister sehen Finanzierung mehrere Projekte in Gefahr
Die Zahl der Corona-Fälle im Landkreis ist dramatisch gestiegen - und die Situation ändert sich beinahe jede Minute. Das Neuste zur Lage lesen Sie in unserem Ticker.
Mehr als 400 Fälle im Landkreis - Dritter Todesfall in der Statistik - Bürgermeister sehen Finanzierung mehrere Projekte in Gefahr
Zwei Stimmen fehlen zum Stadtratsmandat
Der Starnberger Wahlausschuss hat gestern die endgültigen Ergebnisse von Bürgermeister- und Stadtratswahl festgestellt. Nach einigen Korrekturen und dem Einpflegen von …
Zwei Stimmen fehlen zum Stadtratsmandat

Kommentare