Der Stephaniritt am Dienstagabend lockte mehr als 500 Besucher ins Tutzinger Ortszentrum - die Bilder.
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Im Festtagsgewand auf einem besonders herausgeputzten Pferd: Rund 60 Reiter mit ihren Tieren holten sich gestern den Stephanisegen in Tutzing ab.
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Stephaniritt

Ein Festtag für Pferd und Reiter

Etwa 60 Pferde, dazu fünf Kutschen und ein Esel - der Stephaniritt am Dienstagabend lockte mehr als 500 Besucher ins Tutzinger Ortszentrum. Die Stimmung in Text und Bildern.

Tutzing – Der Namenstag des Heiligen Stephan ist für viele Pferdeliebhaber ein besonders langer Tag. Schon frühmorgens um 5.30 Uhr haben zum Beispiel auf dem Greinwaldhof die Vorbereitungen für den Tutzinger Stephaniritt begonnen, der gestern Nachmittag mehr als 500 Besucher ins Tutzinger Ortszentrum gelockt hat. Etwa 60 Pferde waren dieses Jahr dabei, fünf Kutschen und sogar ein Esel. Viele der Tiere waren festlich geschmückt.

Es war ein prächtiges Bild, als sich der Zug aus Reitern und Kutschen durch die Tutzinger Straßen bewegte. „Segnen heißt Dank und Verantwortung“, sagte der katholische Pfarrer Peter Brummer, als er nach dem Ritt durch den Ort vor der Pfarrkirche St. Joseph Tiere und Menschen segnete: „Sankt Stephanus und die Heiligen sind als himmlische Begleiter für die Geschöpfte Gottes angerufen.“ Brummer reitet t seit seinem fünften Lebensjahr, und auch diesmal war er dabei, auf einem Pferd namens Sissi. Nebendran ritten die Bürgermeisterkandidatin der Freien Wähler, Marlene Greinwald, und der Hochzeitslader der Fischerhochzeit, Werner Mayer. Die Spitze des Umritts bildete ein großes Kreuz – für Brummer ein wichtiges Zeichen: „Jesus geht den Weg voran.“ Mitgeführt wurde auch eine Figur des heiligen Stephanus, die sonst in der Pfarrkirche steht.

Viele der Tiere waren aus Tutzing, viele aber auch von weiter her. Seit Jahren schon kommen beispielsweise Pferdebesitzer aus Warngau im Landkreis Miesbach an den Starnberger See – treue Freunde des vor einigen Jahren verstorbenen Tutzingers Gerhard Kuhn. Auch etliche Kinder ritten mit.

An der Organisation der Veranstaltung – der letzten großen im Tutzinger Jubiläumsjahr zur 1275-Jahr-Feier – haben viele mitgewirkt: Freiwillige Feuerwehr und Jugendfeuerwehr, Tutzinger Gilde, Verschönerungsverein, Ministranten, das Rote Kreuz, die Polizei und die Traubinger Blaskapelle, die vor dem Rathaus spielte. Die amtierende Bürgermeisterin Elisabeth Dörrenberg freute sich über den Zusammenhalt, „der für Tutzing Gottseidank noch typisch ist“.

Auch der Bürgermeister der Nachbargemeinde Bernried, Josef Steigenberger, war mit einer Kutsche dabei, in der der frühere Tutzinger Vizebürgermeister Hubert Hupfauf und seine Frau mitfuhren. Hupfauf hatte den Stephaniritt, der nach Überlieferungen um das Jahr 1800 als Festtag gefeiert worden ist, zur 1250-Jahr-Feier von Tutzing wiederaufleben lassen.

Von Lorenz Goslich

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