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Nun gilt Tempo 30: Schon lange kämpfen Tutzinger für das Geschwindigkeitslimit, jetzt wurden vor dem Gymnasium und der Realschule entsprechende Schilder aufgestellt.

Verkehr

Tempo 30 vor Tutzinger Schulen

Die Untere Verkehrsbehörde ordnet die neue Tempo-30-Regelung vor Tutzinger Schulen an. Der Oberstudiendirektor zeigt sich „heilfroh“.

Tutzing – „Wir sind heilfroh“, sagt Bruno Habersetzer. Der Oberstudiendirektor des Tutzinger Gymnasiums hat mit Wohlwollen registriert, dass zum Schulanfang vor seiner Schule und der Benedictus-Realschule ein paar hundert Meter weiter eine Tempo-30-Regelung angeordnet worden ist. Damit hat die Untere Verkehrsbehörde eine in Tutzing verbreitete Forderung erfüllt, obwohl sie das zuvor vehement abgelehnt hatte.

Es hat einige Monate gedauert. Noch als der Tutzinger Eberhard Möller vor Ferienende beim Landratsamt nachfragte, erhielt er die Antwort, die Ortsdurchfahrt sei so „zugestellt“ oder zugewachsen, dass Schilder-Standorte schwer zu finden seien. Mittlerweile stehen zwei Tempo-30-Schilder, doch Möller hat nochmals nachgehakt. Für Autofahrer, die aus der Bahnhofstraße in die Hauptstraße einbiegen, sei die Tempo-30-Regel nicht zu erkennen, und das nördliche Schild befinde sich zu nah am Gymnasium. „Die Kollegen aus dem Fachbereich Verkehrswesen werden sich das in den nächsten Tagen ansehen“, teilt dazu Landratsamt-Sprecherin Barbara Beck auf Nachfrage unserer Zeitung mit.

Direktor Habersetzer hat schon oft besorgt auf Gefahren hingewiesen. Die vom Bahnhof kommenden Fahrschüler querten die Bahnhofstraße dort, wo viele Bahnpendler recht schnell mit ihren Autos um die Kurve fahren würden. An der recht engen Bushaltestelle entstehe oft Gedrängel, und an der Ampel warte im Pulk nicht jeder, wenn sie schon wieder auf Rot stehe. Nur zu gut in Erinnerung sind dem Direktor Unfälle vor Ort. Vor Jahren hat sich ein Schüler ein Handgelenk gebrochen, einem anderen ist ein Bus über den Fuß gefahren. Von der Leitung der Realschule war zu diesem Thema gestern auf Anfrage keine Stellungnahme zu erhalten.

Für Sicherheit der jüngsten Fahrschüler unter den Gymnasiasten sorgen unterdessen ältere Mitschüler: „Tutoren“ aus den neunten Klassen begleiten die Fünftklässler vom und zum Bahnhof. Schon morgens gegen 7.15 Uhr warten sie dort auf sie. Habersetzer freut sich über die „supersoziale Aktion“, die in das von Unterstufen-Betreuerin Katja Fischer organisierte Tutorensystem eingefügt wurde, als sich Eltern besorgt zeigten. Die Schüler demonstrierten damit Verantwortungsbewusstsein und Gemeinschaftsgeist, sagt der Direktor. Mit Spielen, Partys und Begleitungen ins Schullandheim kümmern sich die Tutoren auf vielfältige Weise um die Jüngeren.

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