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Hinter 3,50 Meter hohen Hecken verbirgt sich das Anwesen, das der thailändische Prinz gekauft haben soll. 

Er liebt Oberbayern

Thailands Kronprinz kauft Villa in Tutzing

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Tutzing - Der Kronprinz von Thailand, Maha Vajiralongkorn, wird Tutzinger: Er hat eine denkmalgeschützte Villa am Starnberger See gekauft. Die Umbauarbeiten laufen schon.

Bereits seit einigen Wochen wird an dem komplett eingerüsteten Gebäude hinter den 3,50 Meter hohen Hecken schwer gearbeitet. Arbeiter setzen das Walmdach der herrschaftlichen Villa Stolberg instand, auch im Inneren sind zahlreiche Handwerker im Einsatz. Bäder, Schlafzimmer, Küche – es kann nur darüber spekuliert werden, wie genau alles hergerichtet wird. Diskretion ist angesagt rund um die Baustelle im Herzen Tutzings. Ein blau gekleideter Thailänder mit blauer Mütze weist freundlich, aber bestimmt darauf hin, dass es keine Auskunft gibt.

Thailands Kronprinz Maha Vajiralongkorn. 

Und auch die Tutzinger halten sich zurück. Ein Nachbar hat schon eine mehrköpfige Delegation in dunklen Anzügen auf der Baustelle gesehen. Ein anderer glaubt zu wissen, dass sich Maha Vajiralongkorn (64) auch in Starnberg, Feldafing und Bernried Objekte habe zeigen lassen. Schließlich hat er sich für die Villa Stolberg entschieden. Zehn Millionen Euro soll der Kaufpreis betragen haben.

Der einzige Sohn von Thailands König Bhumibol hält sich seit Jahren immer wieder in Bayern auf. Und immer wieder war er dabei für Schlagzeilen gut: beispielsweise im Juli 2011, als seine gepfändete Boeing 737 nicht mehr vom Münchner Flughafen starten durfte, weil der Staat mit 36 Millionen Euro bei einer deutschen Firma in der Kreide stand. Oder als der Kronprinz samt Gefolge einst auf einem Feld im niederbayerischen Abensberg 60 Kilogramm Erdbeeren erntete. Nun kommt also ein weiteres bayerisch-thailändisches Kapitel hinzu.

Machte schon Schlagzeilen: Das gepfändete Flugzeug des Prinzen. 

Tutzings Bürgermeister Rudolf Krug freut sich darüber: „Wir stehen für Weltoffenheit und Toleranz“, sagt er im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Und dann sei es ein schönes Signal und Zeichen internationaler Anerkennung, wenn sich eine königliche Hoheit Tutzing als möglichen Wohnort aussucht. „Wenn das alles zutrifft, ist das sehr schön für uns“, sagt Krug, der auf seinem Weg zum Rathaus täglich an der Baustelle vorbeikommt.

Wobei natürlich auch der Bürgermeister nicht weiß, wie häufig und wie lange Prinz Maha am Westufer des Starnberger See seine Zeit verbringen wird. Bislang hatte er, unbestätigten Informationen zufolge, für seine mehrmonatigen Aufenthalte Münchner Luxushotels bevorzugt.

Eine Baugenehmigung war für die Arbeiten in Tutzing jedenfalls nicht erforderlich, wohl aber eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis, erklärt Stefan Diebl vom Landratsamt. Dafür hatte es unter anderem einen Ortstermin mit dem Landesamt für Denkmalpflege gegeben. An der Fassade soll folglich nichts geändert werden, über die Farbgestaltung sind der königliche Bauherr und die Denkmalpfleger im Gespräch. Bis dahin werden noch viele Handwerker an der Baustelle ein- und ausgehen.

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