+
Mit der geplanten Sanierung der Brücke beim Kriegerdenkmal geht es voran: Ein hydraulisches Gutachten ist nun in Auftrag gegeben worden. 

Brückensanierung in Traubing

Der erste Schritt zur Dorferneuerung

Ein großes Problem in Traubing ist gelöst: Es gibt eine Einigung über ein Gutachten für die Sanierung der Brücke beim Kriegerdenkmal. Das stärkt die Hoffnungen auf die ersehnte Dorferneuerung.

Traubing – Schiere Verzweiflung herrscht seit langem unter Traubinger Bürgern, wenn es um die seit zehn Jahren erhoffte Dorferneuerung geht. Trotz engagierter Mitarbeit von Einheimischen ging lange nichts voran. Zuletzt forderte auch noch das Wasserwirtschaftsamt ein „hydraulisches Gutachten“ für die erforderliche Sanierung der Brücke beim Kriegerdenkmal.

Doch nun ist eine Lösung gefunden. Gemeinde und Wasserwirtschaftsamt haben sich auf ein „kleineres“ Gutachten geeinigt, wie Marcus Grätz, Geschäftsleiter der Gemeinde Tutzing, dem Starnberger Merkur mitgeteilt hat. Statt, wie zunächst vorgesehen, eines größeren Umfeldes soll nun nur die nähere Umgebung einbezogen werden. Dass überhaupt ein Gutachten gefordert wurde, hatte heftige Kritik ausgelöst. Bei einer Versammlung der „Traubinger Gemeinschaft“, der Dachorganisation der Traubinger Vereine, wurden offen Zweifel am Sinn eines solchen Gutachtens geäußert (wir berichteten).

An der Brücke herrsche eine schwierige hydraulische Situation, sagt die Expertin

Susanne Haas, zuständige Abteilungsleiterin beim Wasserwirtschaftsamt, verwies auf Anfrage auf eine schwierige hydraulische Situation an der Brücke. Sie liege im Überschwemmungsgebiet des Deixlfurter Bachs und des Schwarzen Grabens, bei Hochwasser werde sie eingestaut. Deshalb sei ein kompletter Neubau geplant. Zum Schutz der Anwohner müsse das Abflussgeschehen der beiden Bäche über eine hydraulische Berechnung ermittelt werden, denn nachteilige Veränderungen im Hochwasserfall müssten vermieden werden. Die Aussagekraft einer so umfangreichen Untersuchung stieß aber auch in der Gemeinde Tutzing auf Zweifel.

Die Lösung, ein kleineres Gutachten, scheint schließlich Tutzings Bürgermeisterin Marlene Greinwald in Gesprächen mit dem Wasserwirtschaftsamt erreicht zu haben. Diesen Durchbruch würden die Traubinger nur allzu gern als die lange erwartete Initialzündung auch für die gesamte Dorferneuerung sehen. Denn die Enttäuschung sitzt tief: über viele Verzögerungen, Abstimmungsprobleme der Behörden, ständige Änderungen der Prioritäten. Nach dem neuesten Stand gibt sich Gemeinde-Geschäftsleiter Grätz aber schon verhalten zuversichtlich. Er sieht derzeit die Priorität bei der Weilheimer Straße: von der Einmündung in die Andechser Straße bis zur Kinderkrippe an der Birkenstraße. Als Schwerpunkte gelten der Maibaum-Platz beim Alten Wirt, der Bereich neben der Kirche und der Platz beim Kriegerdenkmal, der zum Dorfplatz werden soll, mit der Brückensanierung.

Die Arbeiten an der Brücke sollen baldmöglichst starten

Ein baldiger Austausch der Wasserleitung neben der Kirche soll gleichzeitig Probleme bei der für 2020 vorgesehenen Sanierung der vor zwei Jahren eingestürzten Friedhofsmauer verhindern. So bald wie möglich sollen die Arbeiten mit der Brücke starten. Das wird eine größere Baumaßnahme, mit Absetzbecken und unterirdischen Pufferspeichern, sogenannten Rigolen. Eine der beiden großen Kastanien neben der Brücke soll gefällt werden. Eine Chance für die baldige Brückensanierung sieht auch Susanne Haas vom Wasserwirtschaftsamt, wenn das Ergebnis der hydraulischen Berechnung vorliegt. Der erste Schritt ist schon getan: Das Gutachten ist laut Grätz in Auftrag gegeben worden.

von Lorenz Goslich

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Urteil im Honorarstreit: Starnberg soll Anwalt 188 000 Euro zahlen
Rechtsanwalt Dr. Walter Georg Leisner beriet die Stadt Starnberg 2017 in Sachen Seeanbindung. Das Ende dieser Zusammenarbeit: ein erbitterter Rechtsstreit.
Urteil im Honorarstreit: Starnberg soll Anwalt 188 000 Euro zahlen
Mietvertrag verlängert: Planungssicherheit für die DAV-Sektion Vierseenland
Die DAV-Sektion Vierseenland hatte sich vom Seefelder Gemeinderat einen langfristigen Mietvertrag für die Räumlichkeiten im örtlichen Alten Rathaus gewünscht - und …
Mietvertrag verlängert: Planungssicherheit für die DAV-Sektion Vierseenland
Tempo 30 und die Krux mit dem Gehweg
Für die Gautinger Ortsteile Ober- und Unterbrunn wurde ein neues Verkehrskonzept entwickelt. Einige Dinge sollen sich nun ändern. 
Tempo 30 und die Krux mit dem Gehweg
Rekordjahr für den See-Neptun
Gemeinsames Liedersingen am Lagerfeuer und eine maritim anmutende Version des Nikolauses - damit unterhielten die ehrenamtlichen Helfer der Wasserwacht Pilsensee am …
Rekordjahr für den See-Neptun

Kommentare