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78 Realschüler ham's gschafft

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Gruppenbild nach dem Gottesdienst: Die Absolventen der Tutzinger Realschule. Foto: svj
Gruppenbild nach dem Gottesdienst: Die Absolventen der Tutzinger Realschule. Foto: svj

Tutzing - In einer gelösten und unterhaltsamen Abschlussfeier haben 78 Absolventen der Benedictus-Realschule Tutzing ihre Zeugnisse bekommen. 50 von ihnen haben schon einen Ausbildungsplatz.

„Mia ham’s gschafft“ lautete das Motto der Abschlussfeier für die erfolgreichen Absolventen des Jahrgangs 2014 der Benedictus-Realschule Tutzing. „Das eine f hängt absichtlich ein bisserl schief“, verriet eine der Missionsbenediktinerinnen, es stehe für „grad no“. Insgesamt hatten freilich die allermeisten der 78 Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe sich ihre Abgangszeugnisse mit Bravour und guten Noten verdient, stellten Schulleiterin Susanne Fedchenheuer, der Elternbeiratsvorsitzende Dieter Probst und die Priorin Schwester Hildegard Jansing unisono fest. Mit den 78 „erweiterten Realschulabschlüssen“ haben die Absolventen nun die Möglichkeit, weiterführende Schulen zu besuchen.

Entsprechend gelöst und locker war nach dem Einmarsch zu „The Final Countdown“-Klängen die Atmosphäre der Zeugnisvergabefeier in der Realschulturnhalle - und das trotz der hohen Temperaturen. Nach dem vorausgegangenen Gottesdienst und den Grußworten durch den stellvertretenden Landrat Tim Weidner, den Tutzinger Bürgermeister Rudolf Krug (erschienen waren auch seine Stellvertreterinnen Elisabeth Dörrenberg und Marlene Greinwald, die ja zugleich Schulreferentin der Gemeinde ist) durften auch die Schüler selber das Wort ergreifen. In der „Schülerrede“ nutzten Clara von Schönberg (10a), Julius Ferg (10b) und Lisa Mayr (10c) im Namen ihrer Mitschüler vor allem die Gelegenheit zu ein paar Danksagungen: „Seien wir ehrlich - wir schulden unseren Eltern mehr als bloß ihre Rente!“ Der Rektorin Fedchenheuer bescheinigten die Redner, dass „Sie mit Sicherheit auch keinen einfachen Job machen“, was auf ein wenig Selbstkritik hindeutete.

Die gerade erfolgreich zu Ende gegangene Fußball-WM inspirierte in diesem Jahr gleich mehrere Redebeiträge. Priorin Hildegard Jansing zitierte sogar einen Brasilianer, nämlich den verstorbenen Dom Helder Camara: „Wenn viele gemeinsam träumen, ist dies der Beginn einer neuen Wirklichkeit.“ Die Missionsbenediktinerin erinnerte die Absolventen: „Auch wenn ihr es geschafft habt - dahinter stecken viele, die euch unterstützt haben. Sucht euch im Leben also immer wieder eine gute Mannschaft, die die Mannschaftsleistung höher bewertet als die individuelle!“

Die Fußball-Analogien setzte Dieter Probst vom Elternbeirat noch fort, indem er den Schülern „hartes Training im Kustermann-Park“ und „Klausursitzungen im Party-Keller“ attestierte. An diesem Tag aber sei es „eure Fan-Meile“. Schulleiterin Fedchenheuer hatte ein gebasteltes Herz („Steht für die Liebe“), ein Kreuz („Für den Glauben“) und einen Anker („Für die Hoffnung“) mitgebracht und beleuchtete diese Begriffe durchaus kritisch: „Warum fällt es heute Vielen nur so schwer zu glauben? Gott nämlich ist nicht virtuell, sondern real.“

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