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Ein Prosit auf die neue Tagespflege der Ambulanten Krankenpflege: Die 16 Patienten, das Pflegepersonal und Geschäftsführer Armin Heil starten in den ersten Betriebstag mit einem Glas Sekt.

Ambulante Krankenpflege

Hoch die Tassen im Quinthaus

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Das hat wirklich gut geklappt: Nach einem Jahr Bauzeit hat die Ambulante Krankenpflege das Quinthaus bezogen. Seit gestern gibt es dort 16 Tagespflegeplätze, eine Neuheit in Tutzing.

Tutzing – Rund um das Quinthaus herrscht Betriebsamkeit: Auf der Ostseite hämmern zwei Arbeiter die letzten Latten an den Zaun, auf der Ostseite sind fünf Gärtner damit beschäftigt, den Garten anzulegen. Innen ist um 9.15 Uhr friedliche Ruhe. 14 der 16 Tagespflege-Gäste sitzen bereits an den beiden blumengeschmückten Tischen in dem großen hellen Raum. An diesem Morgen gibt es ein Glas Sekt: Der Geschäftsführer der Ambulanten Krankenpflege, Armin Heil, stößt mit Patienten und Mitarbeitern auf die Eröffnung an. „Auf was wir stolz sein können: dass es hier so schön geworden ist“, sagt er, nachdem er jeden Patienten namentlich begrüßt und vorgestellt hat. „Wenn wir bei schönem Wetter die Terrassentüren aufmachen, können wir hier schöne Tage verbringen.“ 

Klare Linien treffen auf barocke Stühle

Die Gäste des Quinthauses kommen von 9 bis 16.30 Uhr. Sie halten sich im Hauptraum auf, der auf einer Seite verglast ist, oder sie ziehen sich auf die Sessel im Nachbarraum zurück. Oder rasten in einem der vier Betten in den beiden Ruheräumen. Die klaren Linien moderner Möbel werden durch barocke Stühle, klassizistische Schränke und goldgerahmte Gemälde aufgelockert. „Nur Neues würde die Menschen überfordern“, sagt Heil. Es gibt auf den 260 Quadratmetern Gesamtfläche eine Damen- und eine Herrentoilette sowie ein behindertengerechtes Bad – Letzteres war wichtig, damit die Ambulante Krankenpflege einen Versorgungsvertrag mit den Pflegekassen schließen kann – was im alten Begegnungszentrum an der Hallberger Allee nicht möglich war. Das entlaste auch die Angehörigen, die nun Pflegegeld erhalten.

Neuer Bau kostete rund drei Millionen Euro

Einer der regelmäßigen Besucher ist Klaus Thieme. Er ist sehbehindert und voll orientiert. Er war schon regelmäßiger Gast in der Hallberger Allee und hat nun einen der begehrten 16 Plätze im Quinthaus. „Wir haben viele Themen“, sagt er. „Morgens arbeiten wir die Tagesschau ab, wir machen Gymnastik, singen Lieder – es ist sehr abwechslungsreich.“

Innerhalb eines Jahres ist das Haus fertiggestellt worden. Bauherr ist die Kirchenstiftung St. Joseph, die das Areal von Pfarrer Dr. Johannes Quint geerbt hatte. „Der Bau kostete rund 3 Millionen Euro“, sagt Kirchenpfleger Alfons Mühleck. Die Ambulante Krankenpflege habe einen Baukostenzuschuss geleistet, der abgewohnt werde. Die acht Wohnungen im ersten und zweiten Obergeschoss gehören der Kirche. Die Nachbarn haben sich das Haus schon angeschaut, alle Tutzinger sind für Samstag, 13. Mai, von 11 bis 16 Uhr zur Besichtigung eingeladen.

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